Reise 2018

Kanada - USA


Am 10. Mai 2018 bin ich nach Vancouver geflogen um die nächsten fast sechs Monate in Kanada und später in den USA zu reisen. 
Hier mein Tagebuch:

Donnerstag, 10. Mai 2018

Heute geht’s los: Walter und Therese begleiten mich zum Flughafen und dort bis zum Check-in. Sollte ich Übergepäck haben, können sie es wieder nach Hause nehmen. Aber es verläuft alles bestens. Sogar mein Handgepäck kann ich aufgeben, so dass ich ausser dem Fotoapparat und dem Dokumentenmäppchen nichts mit mir herumschleppen muss. 

Nach dem Kaffee an der Bye bye Bar, wo auch Andrea mit Familie kommt, um mich zu verabschieden, geht es zur Pass- und Gepäckkontrolle und dann weiter ans Gate.

Das Boarding beginnt fast pünktlich und unsere Boeing 757-200 der Icelandair startet planmässig um etwa 14.00 Uhr. Nach ein paar Holperern in den Regenwolken über Zürich sind wir sofort im blauen Himmel und steigen auf etwa 11'000 m, wo wir einen sehr ruhigen und angenehmen Flug nach Reykjavik geniessen. Dort geht es wieder durch die Regenwolken hinunter auf den Flughafen Keflavik.

Nach der Landung habe ich etwas über eine halbe Stunden zu warten, bis das Boarding für den Flug nach Vancouver beginnt. Auch auf diesem Flug, zuerst ein Paar Holperer durch die Regenwolken und dann 71/2 Stunden einen ruhigen Flug.

Nach der Landung in Vancouver beginnt es dann etwas abenteuerlicher zu werden: zwar habe ich mein Gepäck sofort gefunden, doch bei der Border Control kann ich nicht einfach so durchgehen. Ich werde in die separaten Räume des Zolls gewiesen und treffe dort auf zwei Beamte aus der Fernsehserie «Border Patrol Canada». Die Dame will wissen, was ich fünf Monate in Kanada machen wolle. Eine Reise durch Kanada bis hinauf nach Dawson City und dann zurück nach Vancouver, dann will ich meinen Camper in Kalifornien einstellen. Das genügte und mein Pass wird an den nächsten Beamten übergeben, welcher scheinbar die «Verbrecherdateien» noch zu kontrollieren hatte.

Dann kommt dieser zurück und «you are all set» - womit ich nicht viel anfangen konnte und ihn fragte, ob alles in Ordnung sei, was dieser mir wiederum bestätigte und mich ziehen liess.

Die bestellte Gepäckfirma Porter Genie ist sofort zur Stelle und übernimmt meine beiden grossen Koffer. So kann ich dann mit der Canada Line des Sky Train nach Downtown fahren. Dort spaziere ich zur Robson Street, wo ich mein reserviertes Zimmer im Greenbrier Hotel beziehen kann. 

Nach einem kurzen Spaziergang vorbei am leider geschlossenen Empire Landmark Hotel ist dann bereits um etwa 19 Uhr – nach einem fast 24 Stunden Tag – Feierabend.

Freitag, 11. Mai 2018
N
ach dem Auschecken im Hotel geht es vis-a-vis zum Frühstück bei Cora’s. Von aussen ist das Lokal nicht sehr einladend, innen aber top! Ich bestelle mir ein echt amerikanisches Frühstück mit Ei und Speck, Schinken und Bratkartoffeln.
Bevor das Frühstück kommt höre ich zwei Damen am Nebentisch deutsch sprechen und verwickle diese in ein kurzes Gespräch. Sie sind sehr freundlich und erzählen mir ihre Reisepläne von Vancouver nach Vancouver Island und Toffino. 
Dann wird gefrühstückt. Es schmeckt bestens und sogar der Kaffee ist recht gut. 
Zu Fuss geht es dann wieder zum Sky Train und mit diesem hinaus zum YVR Airport. Dort werden bereits die Einreiseformalitäten für die USA erledigt – was ich aber dann erst in Seattle feststelle, da ich dort, wie auf einem Inlandflug empfangen werde.
Der Flug dauerte rund 25 Minuten und wir sind recht tief geflogen, so dass man vom Fensterplatz profitieren konnte. Vom sonnigen Vancouver in ein bewölktes Seattle.
Die Busfahrt zu den Rental Cars dauerte etwa zehn Minuten. Die Übernahme des Fahrzeuges ging dann aber problemlos und so konnte ich mich auf den Weg machen nach Grayland.
Von Seattle über Tacoma bis nach Olympia war sehr viel Verkehr, so dass ich nicht recht vorwärtskam und ich brauchte etwa drei Stunden, bis ich endlich in Grayland eintraf. 
Dort empfing mich die Frau meines «Agents» Ewald Rindlisbacher, die mir dann im bestem berndeutsch den Weg auf dem Campingplatz erklärte.
Dort fand ich Isabel, welche froh war, dass ich endlich da war und mir die Schlüssel des Campers übergab. Auch hat sie mir alles Notwendige über die Bedienung und das Was und Wo im Camper erklärt.
Um etwa 19 Uhr gingen Isabel und ich dann zusammen Pizza essen. Dann gab es früh Feierabend und ich konnte meine erste Nacht in MEINEM Camper verbringen.


Samstag, 12. Mai 2018
Die erste Nacht in meinem RV ist hinter mir. Ich habe sehr gut geschlafen.
Heute werde ich mit Isabel nach Olympia fahren, um sie als 2. Fahrer registrieren zu lassen, damit sie am Sonntag das Auto nach Seattle zurückbringen kann. 
Bei grauem Wetter in Grayland fahren wir los über Aberdeen nach Olympia – wo die Sonne scheint –  und finden nach ein paar Ehrenrunden die Budget Autovermietung. Dort geht’s sehr rasch und so haben wir Zeit hier in Olympia noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit anzuschauen.
So fahren wir zum State Capitol Museum und spazieren von dort durch ein gepflegtes Quartier mit schmucken Häusern und Häuschen zum State Capitol, dem Regierungsgebäude des Staates Washington.
Unterwegs geniessen wir die wunderschönen Gartenanlagen mit den Rhododendren und weiteren früh blühenden Sträuchern und Blumen.
Beim Capitol angekommen, sehen wir, dass das Gebäude frei besichtigt werden darf. Ohne irgendeine Kontrolle begeben wir uns also in diese „heiligen“ Hallen. Es ist ein imposantes Gebäude von aussen mit vielen Säulen und im Innern beeindrucken uns die breiten Treppenaufgänge sowie die Wände, die aus Marmor sind. Auch dem Namensgeber George Washington begegnen wir als Büste.
Nachdem wir uns sattgesehen hatten, ging’s in einer anderen Strasse mit ebenso schönen Häusern und Gärten zurück zum State Capitol Museum. Dort angekommen stellten wir fest, dass dieses geschlossen war. So machten wir uns auf den Weg nach Aberdeen, wo ich noch die ersten paar Sachen einkaufen konnten und dann zurück in den Kenanna RV Park in Grayland.
Am frühen Abend fuhren wir dann zum Nachtessen nach Westport, einem kleinen Küstenort. Dort genossen wir noch kurz die Aussicht aufs Meer und gehen dann in eine kleine Kneipe Fish and Chips essen. Es schmeckte vorzüglich…
Auf dem Rückweg machten wir dann noch einen Abstecher zum „tallest Lighthouse in Washington“, welches etwa 300 m im Land innen steht und gehen auch hier kurz ans Meer um den schon fast kitschigen Sonnenuntergang zu geniessen.
Um etwa 9 p.m. waren wir retour in Grayland.


Sonntag, 13. Mai 2018

Heute geht’s los. Meine erste Fahrt im eigenen Camper soll mich nach Vancouver auf den Capilano River RV Park führen. Nach der Verabschiedung von Isabel, welche heute wieder nach Hause fliegt, fahre ich auch los. Zuerst über Aberdeen, Olympia, Tacoma nach Seattle. Dort wird auch am Sonntag am Highway gearbeitet und zwei oder drei der vier oder fünf Spuren sind gesperrt. So staut sich der Muttertags-Verkehr auf den beiden freibleibenden Spuren. Nach Seattle ging‘s wieder zügig voran. Gespannt war ich auf den Grenzübertritt nach Kanada. Aber auch hier Paul – der freundliche Beamte wollte zwar einiges von mir wissen – woher, wohin, wem der Camper gehöre, wieviel er gekostet habe und weiteres… Als ich ihm meine Pläne ausgebreitet habe, lachte er und sagte, wenn ich in Little Gold nach Alaska herüber fahre, könne ich seinem Kollegen Jack einen Gruss von ihm über-bringen. 

Dann konnte ich weiterfahren und konnte fast nicht glauben so problemlos in Kanada angekommen zu sein (Border Patrol Canada – lässt grüssen). Die weitere Fahrt auf den Campground verlief unspektakulär. Trotzdem war ich froh, als ich das Fahrzeug parkiert und eingerichtet hatte.

Da ich Fleisch und Lebensmittel nicht über die Grenze nehmen wollte, habe ich mich entschlossen, erst in Kanada einzukaufen. Unterwegs fand ich aber keine Gelegenheit und als ich auf dem Platz war, wurden die Shops gerade geschlossen. So musste ich zum Nachtessen mit dem Vorlieb nehmen, was mir Isabel im Camper gelassen hatte. Es war trotzdem ein feines Nachtessen…  

Montag, 14. Mai 2018
Heute Morgen wurde mir das bei Porter Genie deponierte Gepäck zurückgebracht. So hatte ich einiges zum Ein- und Aufräumen. Erst am Mittag konnte ich mich dann aufmachen nach Downtown Vancouver. Mit dem Bus ging’s über die Lions Gate Bridge und durch den Stanley Park bis zur Haltestelle W Georgia / Granville Street. So war ich mitten im Zentrum. Von dort aus ging ich in die Robson Street um bei Telus ein Abonnement fürs Handy abzuschliessen. Dann noch einmal ins Hotel um den vergessenen „little black bag“ das Etuis für die Nikon-Kamera abzuholen.
Da heute wolkenlos blauer Himmel war, entschloss ich mich draussen zu bleiben und ging zuerst zum Canada Place, wo ich einen Moment die Sonne genoss und das Treiben um mich herum beobachten konnte. Nach dem Umrunden des Canada Place fuhr ich zurück zu Park Royal, wo ich noch die Mitgliedschaft bei BCAA dem Automobil Club von British Columbia abschloss. Dann einkaufen und zurück zum Capilano River RV Park. 


Dienstag, 15. Mai 2018

Auch heute ist wieder wunderbares sonniges Wetter, also auch heute einige Besichtigungen draussen. Meine Tochter empfahl mir den Lighthouse Park in West-Vancouver und den Queen Elizabeth Park.

So fuhr ich mit dem Horseshoe Bay Bus Nr. 250 bis zur Beacon Lane von wo aus es zu Fuss weiter ging. Leider war dann die City-View durch den Dunst über dem Meer etwas eingeschränkt. Der Spaziergang, die Aussicht auf das Point Atkinson Lighthouse und die Geschichte um die Bewachung des Hafens während dem 2. Weltkrieg machten den Ausflug dann zum Erlebnis. 

Den Weg zum Queen Elizabeth Park habe ich auf dem Handy abgefragt. Zuerst Bus 250 bis Downtown Vancouver, dann Sky Train bis King Edward und dann wieder Bus. Im Ganzen hatte ich gemäss Auskunft einen Weg von rund 34 km zurückzulegen – für mich beeindruckende Distanzen in der gleichen Stadt.

Der Queen Elizabeth Park ist eine wunderbare Parkanlage, leider sind aber im Moment die Frühlingblumen wie Tulpen und Rhododendren am verblühen und der Sommerflor ist erst am Kommen. So besuchte ich dann noch das zum Park gehörende Bloedel Conservatory, ein Tropenhaus mit exotischen Pflanzen und Vögeln, wie Papageien, Kakadus, Kanarienvögeln.

Dann fuhr ich zurück zur Waterfront Station und fuhr mit dem Seabus hinüber nach North-Vancouver, wo ich zum Abschluss noch den Lonsdale Public Market besuchte. Dieser ist aber in keiner Weise mit dem Granville Island Public Market vergleichbar.

Müde vom vielen herumfahren und –laufen ging es dann zurück zum RV Park, wo ich den schönen und waren Abend genoss.

Mittwoch, 16. Mai 2018
Heute heisst es Abschied nehmen von Vancouver, aber nur für zwei Monate…
Nach dem Abarbeiten meiner „Checkliste für die Abfahrt“ (Stromkabel ausziehen und einrollen, Schlauch versorgen, Treppe einfahren und weitere wichtige Kleinigkeiten ums Fahrzeug) ging’s los. Auf dem Highway 99 Richtung Norden. Zuerst bis zum Britannia Mine Museum, welches ich besichtigte und an der Tour in den Berg teilnahm. Bevor es losging, bat ich die Lady nicht zu schnell zu sprechen, damit ich sie besser verstehen könne. Die Guides erzählten Vieles über die Arbeit in der Mine und ich war erstaunt, dass ich so gut mithalten konnte. 
Beeindruckend war die Entwicklung der Werkzeuge, welche für den Erzabbau in den Jahren zwischen 1904 und 1974 verwendet wurden. 
Danach fuhr ich weiter bis zum Klahanie Campground, welchen ich vom letzten Jahr her kannte, um von da aus einige Fotos von den Shannon Falls zu schiessen. Dann auch zu den Falls hinüber um auch dort noch einige Fotos zu machen.

Dann ging’s weiter nach Squamish, wo ich meinen ersten Grosseinkauf machte und dann zum Alice Lake Provincial Park, wo ich übernachten konnte.


Donnerstag, 17. Mai 2018

Heute Morgen ist das Wetter grau und kühl. So beschliesse ich sofort loszufahren und hoffe, weiter nordwärts besseres Wetter zu finden. Dem ist den auch so. In Whistler ist es nur noch leicht bewölkt, aber es bläst ein zügiger kühler Wind.

Kurz vor Whistler die nächsten Wasserfälle, die Brandywine Falls, ein 70 m Wasserfall. Ein kurzer Sparziergang führt zum View Point, von wo aus das Fotografieren am Besten ging.

In Whistler, wo ich dieses Mal sofort einen freien Parkplatz fand, besuchte ich zuerst die Visitors Information, dann die Geschäftsstrasse und das Museum, dann die Olympic Plaza mit den Ringen und allen Medaillengewinnern von 2010, unter anderen Simon Ammann, Didier Defago, Carlo Janka und Dario Cologna.

Weil es zu windig war, musste ich auf die Bergfahrt auf den Whistler Mountain und den Blackcomb Mountain verzichten. Die Stadt Whistler ist für mich vergleichbar mit Zermatt. Beide wollen mir nicht so richtig gefallen.

Also fahre ich heute schon weiter und will bis zum Whispering Falls Resort in Birken. 

Dazwischen liegen noch die Nairn Falls, welche nach einer 1,5 km Wanderung zu bewundern waren. 

Dann bin ich über Pemberton in das Tal hineingefahren und fuhr und fuhr ohne jedoch das gewünschte Resort zu finden. Als ich sicher war, dass ich zu weit hinten war, kehrte ich um und suchte auf der Rückfahrt nochmals – jedoch fand ich kein Whispering Falls Resort. So entschloss ich mich zurück nach Pemberton zu fahren und dort in der Visitors Info nach einem Campground zu fragen.

Die Ladies waren sehr freundlich und machten mich darauf aufmerksam, dass ein „long week-end“ bevorstehe und daher viele Campground ausgebucht sein werden. Als zeigten sie mir die Möglichkeiten zwischen Nairn Falls Provincial Park und Lillooet alle auf. Ebenfalls bestätigten sie mir, dass das Whispering Falls Resort, einer der schönsten Campgrounds aus dem Jahr 2014 mit Stephanie, nicht mehr existiere.

So bedanke ich mich und fuhr etwas frustriert los um doch einen Platz für die Nacht zu finden. Zurück zum Nairn Falls Provincial Park. Auch hier hatte ich Glück und fand einen „Avaible for one night“ Platz. Da ich sowieso beabsichtigte morgen weiterzufahren passte das bestens.

Freitag, 18. Mai 2018
V
om Nairn Falls Provincial Park geht’s los über Pemberton und die Duffy Lake Road nach Lillooet. Dort angekommen muss ich einen Campground suchen, da das Pfingstwochenende ein „long week-end“ ist und auch die Kanadier alle unterwegs sind. Die beste Adresse in einem solchen Fall: die Visitors Information. Eine der Damen zeigt mir die Möglichkeiten auf, die andere telefoniert mit dem nächsten Campground. Und das Glück verlässt mich nicht. Der Fraser Cove Campground auf der anderen Seite des Flusses hat einen Platz frei mit Strom und Wasser – perfekt. Dort angekommen, frage ich den Chef, ob ich auch zwei Nächte bleiben könne, da ich für Morgen den ersten Ruhetag geplant hatte. Auch das klappt. Am Nachmittag hatte ich dann endlich Zeit, die Texte für meine Web-Site zu schreiben. Nur das Hochladen ist etwas problematisch…
Der Abendspaziergang führt mich dann noch zur alten Brücke, wo ein „Osprey“ – ein Fischadler sein Nest hat. Leider kann ich dieses nicht fotografieren, da diese etwa in 5 m Höhe ist und ich nirgends Einsicht habe. 
Zum Abschluss des Tages versuche ich noch ein paar Fotos auf die Internetseite hochzuladen, leider nur mit beschränktem Erfolg, da die Internetverbindung miserabel ist. Hoffe, dass es irgendwo doch noch klappt.


Samstag, 19. Mai 2018

Heute ist mein erster Ruhetag. An diesen Tagen werde ich versuchen, nicht zu fahren und dafür etwas für mich zu unternehmen. Heute wird es das Museum von Lillooet, welches zusammen mit der Visitors Information in den gleichen Räumen ist. Die beiden freundlichen und hilfsbereiten Damen von gestern helfen auch hier mich zurecht zu finden. In den Lillooet Storys lese ich eine Geschichte über die grosse Flut. Auch hier ist einer dafür verantwortlich, dass die Leute mir allem Lebensnotwendigen in ein Boot kommen und so die grosse Flut überleben. Diese Geschichte ist praktisch 1:1 die Bibelgeschichte von der Arche Noah – nur mit den indianischen Namen.

Danach besuche ich noch das Haus des Dr. Miyazaki, eines japanischen Arztes, der als Internierter in die Nähe von Lillooet kam. Da Lillooet keinen eigenen Arzt hatte, beantragte der Fotograf Phair, welcher den Doktor auf einer seiner Fototouren kennen lernte, dass dieser eine Praxis in Lillooet eröffnen dürfe. Dies wurde von der zuständigen Behörde genehmigt und so begann die Erfolgsgeschichte von Lillooet und seinem Doktor. Ende 1996 wurde dem Dr. Miyazaki sogar der Canada-Orden zugesprochen. Alle diese Informationen habe ich von der netten und hilfsbereiten Betreuerin des Hauses erzählt bekommen. Zudem erzählte sie mir, dass sie in jüngeren Jahren oft in Europa war. Zuerst in der Schweiz, dann in Österreich und später auch in den Niederlanden. Leider reichte es nicht um Deutsch zu lernen, so habe ich eben Englisch gelernt.

Auf dem Rückweg, nach dem Halt im Supermarket, habe ich dann meine ersten Wildtiere gesehen. Zwei Murmeltiere am Wegesrand.

Den Rest des Tages verbrachte ich in und um meinen Camper mit ausruhen, geniessen und einem feinen Nachmittagsessen.

Sonntag, 20. Mai 2018 – Pfingsten
Heute Morgen habe ich Gelegenheit gehabe noch ein paar Worte mit meinem Nachbarn zu wechseln. Zuerst auf Englisch und als ich ihn dann gefragt habe woher sie denn kommen: aus Germany – habe ich auf Deutsch gewechselt. Nach dem Austauschen der Reisepläne – ihre drei Wochen (Clearwater, Jasper, Banff) – und meine fünf Monate verabschiedeten wir uns.
Dann fuhr ich zuerst bis zur Historic Hat Creek Ranch, wo ich die Kassierin fragte, ob sie immer noch an deutsch sprechenden Museumsführern interessiert seien. Da die zuständige Christ nicht da war, erhielt ich ihre Email-Adresse, wo ich mich melden könne. So werde ich vielleicht gleichwohl einmal – wahrscheinlich nicht diese Jahr – eine Aufenthalt in Hat Creek vorsehen.
Von dort aus gings zum Loon Lake, an welchem ich auch heute einen freien Platz auf dem Evergreen Fishing Resort reservieren konnte. Dort bin ich bereits kurz vor 14.00 Uhr angekommen, so dass auch hier der Nachmittag mir gehörte….
Ein wunderschöner Platz auf der Nordseite des Sees. Die Aussicht auf die Südseite ist aber etwas düster, ist doch dort fast der ganze Wald in letzten Jahr abgebrannt. Der Platzwart erzählte mir, dass es sogar auf unserer Seite im letzten Jahr gebrannt habe. Ein schönes Strandhaus von dem heute nur noch der Kamin steht und mehrere Cabins seien verbrannt. Glücklicherweise sind die nur wenig weiter oben stehenden Wohnhäuser vom Feuer verschont worden.


Montag, 21. Mai 2018 – Pfingstmontag 

Auf den geplanten Umweg dem Loon Lake entlang und dann über 70 Mile House und Chasm sowie Clinton werde ich verzichten. Die Strasse entlang des Sees ist recht eng und so macht es kein Vergnügen mit meinem „kleinen Lastwagen“ dort durch zu fahren.

So bin ich denn am Morgen gegen Süden über Cache Creek bis zu meinem ersten Zwischenhalt in Spences Bridge gefahren. Dort wollte ich den „langen Zug“ fotografieren. Es war dann nicht nur ein langer Zug, es waren gleich mehrere innert kürzester Zeit. Dazwischen ist sogar noch der „Rocky Mounteneer“, durchgefahren, der Touristenzug, welcher von Calgary und Jasper nach Vancouver fährt. Dann fuhr ich weiter nach Lytton, dem Zusammenfluss von Thompson River und Fraser River. Weiter ging’s zu Hells Gate, einer Stromschnelle im Fraser Canyon – als Touristenattraktion mit einer Gondelbahn zum Fluss hinunter. Als letzte Sehenswürdigkeit ging ich auch die Alexandra Bridge, die älteste Brücke über den Fluss anschauen. Kurz vor Hope fand ich einen wiederum sehr schönen Platz zum Übernachten.

Dienstag, 22. Mai 2018
H
eute habe ich eine verkürzte Etappe, da ich gestern statt bis Lytton bereits fast bis Hope gefahren bin. So besuche ich zuerst Hope und fahre dann über den Coquihalla Highway nach Merritt. Dort gehe ich am Nachmittag das Städtchen besuchen. Da es sehr heiss ist, kehre ich nach nicht zu langer Zeit wieder zu meinem Gefährt zurück und verbringe den Nachmittag mit etwas Administration und mit Ausruhen.


Mittwoch, 23. Mai 2018

Vom Claybanks RV Park, am Ufer des Coldwater Rivers will ich heute nach Kamloops am Zusammenfluss des North und des South Thompson Rivers fahren. Über den alten Merritt-Kamloops Highway fahre ich den Seen entlang Richtung Norden. Es ist wieder ein wunderbar sonniger Tag und ich komme gut vorwärts. So bin ich bereits am Mittag im Kamloops RV Park, etwa 20 km östlich der Stadt. Am Nachmittag besuche ich noch den Wildlife Park, welcher gleich neben dem Campground liegt. Der Nachmittag ist sehr heiss und so zeigen sich nicht alle Tiere, so habe ich den Cougar, den Puma nicht gesehen. Jedoch die Schwarzbären, den Kermode Bär und den Grizzly habe ich sogar fotografieren können. Auch die Greifvögel, wie Eulen, Falke und die Adler liessen sich ablichten.

Wegen der grossen Hitze bleibe ich nicht so lange im Park. Den Rest des Nachmittags verbringe ich mit der Suche nach Schatten… und mit dem Nachführen meiner Aufzeichnungen.

Am Abend blieb die Temperatur lange über 30 Grad und in der Nacht kühlte es nicht unter 20 Grad ab.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Heute Vormittag fahre ich in die Stadt um ein paar Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Zuerst fahre ich zum Pioneer Park, am Ufer des Thompson River. Auch hier führt der Fluss Hochwasser und der Rivers Trail ist zum grossen Teil überflutet. Dann finde ich, gerade nebenan, die Kamloops Historic Railway. Ich gehe durchs offene Tor zu dem dort stehenden Zug und mache ein paar Fotos. Dort treffe ich dann auf einen Angestellten, welcher daran ist ein Meeting, welches heute stattfinden soll, vorzubereiten. Er sagt mir dann auch, dass heute geschlossen sei, aber wenn ich schon da sei, könne ich wenigstens ein paar Fotos ihres Prunkstückes – einer riesigen Dampflokomotive machen. So komme ich halt nur zu einer Kurzbesichtigung der Historic Railways. 

Danach fahre ich durch die Stadt und weiter zum Kamloops Walmart. Nachdem ich dort meinen Grosseinkauf verstaut habe, entschliesse ich mich zurück zu RV-Park zu fahren. An einen Stadtspaziergang ist bei diesen Temperaturen, etwa 35 Grad, nicht zu denken. So verbringe ich den Rest des Tages im gekühlten Camper und erledige noch einige Schreibarbeiten.



Freitag, 25. Mai 2018

Sicamous ist mein Tagesziel. Eine Reise von rund 150 km über den Highway Nr. 1 den Trans Canada Highway. Mein erstes Zwischenziel ist das Dreamcycle Motorcycle Museum. Eine interessante Sammlung von sehr alten und weniger alten gut erhaltenen Motorrädern. Der Inhaber scheint sich seinen Traum verwirklicht zu haben. Dann geht es weiter. Als Nächstes will ich das White Post Auto Museum anschauen gehen. Die Fahrt geht weiter Richtung Salmon Arm. Unterwegs sehe ich einen „Schrottplatz“ mit alten Autos an welchem ich vorbeifahre. Dann finde ich in Salmon Arm den Demille’s Farm Market. Nicht etwas einen Bauernhofladen, nein ein wahres Einkaufszentrum auf der Farm.

Nun will ich aber zurück zum Auto-Museum. Das Navi führt mich zurück zum „Schrottplatz“. Dort finde ich denn auch einen Eingang zum Auto-Museum. Im Innern sind einige alte und sehr alte Autos ausgestellt, die noch leidlich gepflegt aussehen. Die Aussenanlage aber gleicht wirklich eher dem Schrottplatz. Alle Autos können gekauft werden. Der alte VW soll rund $ 10‘000 kosten.

Danach fahre ich weiter bis Sicamous, wo ich in Joe Schmucks Roadhouse einen angenehmen Platz finde. 

Am Nachmittag spaziere ich in die Stadt und besuche das Sicamous Museum. Dort begegne ich dem Leiter des Museums, welcher mir etwa eine Stunde lang die Geschichte von Sicamous, dann die Highlights seiner Lebensgeschichte erörtert. Zum Schluss will er noch wissen, wie es bei mir weitergeht. So habe ich eine weitere Lektion in English genossen.

Bei strahlendem Sonnenschein marschiere ich durch die Main Street bis zum Fluss und dann noch bis hin zum See. Auch hier sind die Uferanlagen überflutet. Nach der Rückkehr zum Camper gibt es die im Demille’s Farm Market gekaufte Swiss Bratwurst.

Samstag, 26. Mai 2018

Auch heute geht es weiter Richtung Berge. Nach dem Frühstück und der obligaten „Hausarbeit“ (Abwaschen, Aufräumen) fahre ich los. In Craigellachie besuche ich den „Last spike“, den letzten Nagel für die transkontinentale Eisenbahn. Kaum bin ich dort, wird der Rocky Mounteneer, der einzige Passagierzug, welcher hier vorbeikommt, angemeldet und so komme ich, nach Spences Bridge, zum zweiten Mal in den Genuss, diesen fotografieren zu können.

Kurze Zeit später treffe ich an der nächsten „Tourist Attraction“, der Suspension Bridge und den Crazy Creek Falls. Nach einem kurzen Schwatz mit Hugo, teilweise sogar auf Deutsch, besuche ich die Fälle. Dank den enormen Wassermengen sind diese eindrücklich. 

Als letztes Zwischenziel habe ich heute die Ghost Town beim 3-Valley Gap Chateau einer riesigen Hotelanlage, vorgesehen. Leider ist in der Ghost Town in den Häusern vieles nur hinter Glas zu besichtigen. Was mir hier gut gefallen hat ist die Ausstellung der alten Autos und Eisenbahnwagen.

Zum Schluss ging’s weiter bis zum Revelstok Campground am TCW in Richtung Rogers Pass. Auch hier erhalte ich einen schönen Platz mit etwas Schatten.

P.S. Seit ich in Kanada angekommen ist habe ich nur schönes Wetter genossen und die letzten vier Tage (Merritt, Kamloops und Sicamous) waren über 35 Grad heiss. Die Schattenseite davon, sind die Waldbrände, die in der Nähe von Kamloops wüten.

Sonntag, 27. Mai 2018 

Heute Morgen hiess es „früh“ aufstehen. Früh ist heute etwa 7.30 Uhr. Es geht auf den Rogers Pass. Bei strahlend blauem Wetter fahre ich dem Illecilleweat River entlang und gelange so nach etwa einer Stunde auf den Rogers Pass und zu dessen Discovery Center. Dieses informiert die Besucher über den Bau der Transkontinentalen Eisenbahn zwischen Revelstoke und Golden, eben über den Rogers Pass bzw. heute teilweise in Tunneln unten durch. Ebenfalls wird über das Verhalten mit Wildtieren informiert. Eindrücklich! 

Nachdem ich auch von dem Bergpanorama ringsum ein paar Fotos geschossen habe, geht es wieder hinunter bis Canyon Hot Springs. Eine schöne Thermalbadeanlage am Weg. Da aber heute wieder sonniges und sehr warmes Wetter herrscht, verzichte ich auf das warme Bad und fahre zum „Giant Cedars Boardwalk“. Ein interessanter Rundgang zu den teilweise über 500-Jahre alten Bäumen. Glücklicherweise hatte es noch andere Besucher dort. Sonst hätte mich das vorher angeschaute Info-Video über das Verhalten mit Bären etwas beunruhigt.

Später fuhr ich wieder zurück nach Revelstoke, wo ich aber einen stadtnahen Platz, den Lamplighter Campground aufsuchte und dort einen angenehmen, schattigen Platz erhielt.

Am Nachmittag besuche ich das Revelstoke Railway Museum, welches neben einer alten, schönen, riesigen Dampflokomotive auch andere Stücke zur Geschichte der Eisenbahn zeigt. Gefällt mir sehr gut.

Da das Revelstoke Museum am Sonntag geschlossen hat, gehe ich mit einem Umweg über den Save-on-foods Laden, wo ich mein edles Fleischstück für z‘Nacht kaufe zurück zum Camper. 

Dort treffe ich meine Platz-Nachbarn, Kurt und Erika aus dem Fricktal! Die Beiden bereisen seit 1999 fast alle Jahre Kanada und die USA. Damit ergeben sich längere interessante Gespräche. 

Montag, 28. Mai 2018

Nachdem ich mich von meinen Schweizer Nachbarn verabschiedet habe, fahre ich dem Columbia River entlang nach Süden. In Shelter Bay führt mich eine Fähre über den Upper Arrow Lake, welchem ich dann bis Nakusp folge. Weiter bis New Denver, wo ich das Nikkei Internement Memorial, eine Gedenkstätte zur Internierung der Kanadier mit japanischen Wurzeln im 2. Weltkrieg, besuche. Dort erzählt mir der Mann, der das Museum beaufsichtigt, die Geschichte der Japan Kanadier, eine Geschichte von Nationalismus und Rassendiskriminierung, die sich nicht viel von der Geschichte in Deutschland im 2. Weltkrieg unterscheidet. Ich bin ziemlich erschüttert. Dann besichtige ich die „Hütten“, in denen die Leute hausten und das eigentliche Musem.

Etwas „herunterfahren“ konnte ich dann im nicht weit davon entfernten Kohan Reflexion Garden. Einer wunderschönen japanischen Gartenanlage. 

Als nächstes Highlight wartete die Silberminenstadt Sandon, in welcher aber nur noch einzelne Gebäude stehen. In einem davon ist ein Museum untergebracht, wo auch wieder ein Herr sich der Besucher annimmt und uns (3 Personen) etwa eine halbe Stunde lang, die Geschichte der Stadt und dazu einige interessante Fotos aus der Blütezeit zeigt. Sandon war um 1900 herum die grösste Stadt in British Columbia mit fast 10‘000 Einwohnern. 

Nach dem Rundgang durch das Museum, fahre ich weiter bis Ainsworth Hot Springs. Eine Badeanlage mit heissen Quellen. Dort geniesse ich im Aussenpool das etwa 35 Grad warme Wasser. Dann zieht es mich in die „Caves“ einer Höhle mit 45 Grad heissem Wasser und einer feuchten Luft, die nicht viel weniger heiss war. 

Danach fahre ich noch bis zum Kokanee Creek Provincial Park, wo ich im Campground im Wald – mit einer Bärin mit zwei Jungen – übernachte. Leider habe ich weder die Bärin noch die beiden Jungen gesehen.

Dienstag, 29. Mai 2018

Gestern Abend ist ein kurzes Gewitter über den Kokanee Creek Provincial Park gezogen. Der erste Regen, seit ich in Kanada bin. Heute Morgen ist der Spuk vorbei und die Sonne strahlt wieder vom blauen Himmel. 

Da die Fähre in Balfour erst um 09.50 fährt, hätte ich Zeit, mein „Chalet“ ein wenig auf Vordermann zu bringen, das heisst, zu putzen. Leider habe ich keinen Strom für den Staubsauger und sonst nicht das geeignete Werkzeug, so dass ich behelfsmässig mit Haushaltpapier und Swiffer etwas entstaube.

Dann geht’s los, Richtung Balfour und mit der Fähre über den Kootenay Lake. Nach Boswell besuche ich das Glashaus, ein Haus das der pensionierte David Brown im 1952 begonnen hat und das aus rund 600‘000 Einbalsamierflaschen gebaut worden ist. Im Winter bewohnt die Familie das Haus, im Sommer ist es eine Touristenattraktion. 

Dann fahre ich über Creston nach Cranbrook, wo ich per Zufall den Mount Bake RV Park fand. Ein toller Platz, mitten in der Stadt. So kann ich am Nachmittag noch einige wichtige Kleinigkeiten einkaufen gehen.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Als ich heute Morgen erwachte, trommelte leichter Regen auf das Dach meines „Chalets“. So entschloss ich mich, noch ein wenig liegen zu bleiben. Um etwa 8 Uhr bin ich dann aufgestanden und – blauer Himmel und nur noch leicht bewölkt. So habe ich mich entschieden heute wie geplant nach Fort Steele zu fahren. 

Zuerst habe ich aber noch das Cranbrook History Center, mit Museum, Eisenbahnmuseum, Modelleisenbahnen und der Royal Alexandra Hall besucht. Interessante Ausstellungen rund um die Rolle der Canadian Pacific Railways, in Cranbrook. 

Danach fuhr ich nach Kimberley, wobei ich einen ungeplanten Zwischenhalt bei den Marysville Falls einlegte. Diesen schönen Wasserfall erreichte ich nach einem kurzen Spaziergang. 

Weiter fuhr ich dann nach Kimberley, wo ich zuerst den Ski Hügel mit den wunderschönen Ferienhäusern besichtigte und dann in Downtown das „Platzl“ eine Art bayerischen Dorfplatz. Dort traf ich auf einen Souvenirladen, in welchem drei deutsche Touristen zusammen mit dem Besitzer (mit Gitarre) das Kufsteinerlied zum Besten gaben.

Im Museum, wo auch hier viel alter „Krempel“ ausgestellt war, der jedoch hier schön geordnet und gut präsentiert wurde. Von der freundlichen Kuratorin wurde mir wieder einmal die Geschichte des Städtchens bis ins Detail erörtert.

Als letzte Etappe fuhr ich dann nach Fort Steele, wo ich einen wiederum sehr schönen Platz fand.

Der Abendspaziergang führte mich zum White Horse River hinunter, wo ein Fischadler-Paar ihr Nest auf einer Art „Telefonstange“ gebaut hat.

Donnerstag, 31. Mai 2018

In Fort Steele ist das Wetter bedeckt und für den Freitag ist Regen in der ganzen Gegend angesagt. So entschliesse ich mich, bei noch trockenem Wetter bis mindestens nach Sparwood zu fahren. 

Über die alte Wardner-Fort Steele Road fahre ich nur kurz bis zum ersten Halt: ich habe vier Fischadler auf einer Fichte gesehen und die will ich nun fotografieren. Drei davon sind auf dem Baum geblieben, der Vierte hat sich in die Lüfte erhoben um die Geschichte zu „überwachen“. 

Danach geht es weiter bis ich am Weg Rehe sehe, die auch aufgenommen werden mussten. Glücklicherweise ist die Strasse nicht sehr stark befahren und so kann ich überall ohne Probleme anhalten.

Auf dem Highway 3, dem Crowsnest Highway fahre ich dann durch bis Sparwood, wo ich den weltgrössten Lastwagen nochmals anschauen ging und dann im Mountain Shadows Campground einen schönen Platz mit Strom und Wasseranschluss erhielt.

Da ich das kanadische Brot nicht so gerne mag, habe ich mich entschlossen heute „Brötli“ zu backen. Mein Camper hat einen Gasbackofen und der funktioniert scheinbar tadellos. Die Brötli sind zwar in der Form etwas dunkel geworden, schmecken aber fantastisch. Später ist ausruhen und vorbereiten für den morgigen Tag angesagt.

Freitag, 1. Juni 2018

Auch heute Morgen ist das Wetter in Sparwood grau und trüb. So bin ich weitergefahren zum Crowsnest Pass und dort habe ich die Alberta Visitors Information besucht. Nachdem die beiden Damen wissen wollten woher und wohin, habe ich ihnen meine Pläne dargelegt. Daraufhin haben die beiden Frauen mir eine Menge Prospekte und Informationen über die Province of Alberta migegeben, so dass ich bestens über die Sehenswürdigkeiten im Bilde war.

Dann fuhr ich nach Coalman, wo ich das lokale Museum besuchte. Auch hier eine Menge Ausstellungsmaterial, aber sehr schön geordnet und nach Themen eingerichtet. Dann machte ich auch einen Dorfrundgang, denn in Coalman sind viele noch sehr alte Gebäude erhalten.

Danach war Frank Slide Interpretive Center, wo viel Information über den im am 29. April 1903 um 04.10 erfolgten Bergsturz bereitgestellt wurde. Zudem wurde ein eindrücklicher Film über das Drama gezeigt. Der Bergsturz hat einen Teil des Dorfes Frank unter sich begraben.  Dabei kamen rund 100 Menschen ums Leben. 

Als Nächstes standen die Lundbreck Falls, welche als Little Niagara angepriesen werden, auf dem Programm. Wiederum ein schöner Wasserfall, der in der Form wirklich etwas den Niagarafälle gleicht.

Als letzte Etappe geht’s dann nach Waterton, wo das Wetter wieder grau ist und die Wolken von den Bergen hinunterhangen.

Samstag, 2. Juni 2018

In acht Tagen kommen Benjamin und Stefanie, seine Frau, nach Calgary um dann mit mir drei Wochen durch die Nationalparks und zu weiteren Sehenswürdigkeiten zu reisen. So habe ich den heutigen Ruhetag genutzt, um mein „Chalet“ etwas auf Vordermann zu bringen und um es so vorzubereiten, dass drei Personen darin hausen können.

Am Mittag spazierte ich dem See entlang in das Städtchen Waterton, wo ich auch hier das Heritage Center besuchte, ein Info Center über die First Nation der Gegend, den Blackfoot Indianern.

Da es sehr windig und dadurch recht kalt war, ging ich schon bald wieder zurück.

Gegen Abend hat dann der Wind etwas nachgelassen und ich entschied mich, noch zu den Cameron Falls zu spazieren. Dabei habe ich wohlweislich die Kamera mit dem Zoomobjektiv mitgenommen. Denn als ich oben bei den Fällen ankam sagten mir zwei Leute: „we saw a little bear“. Dann kann ja die Mutter nicht weit sein… und so habe ich etwa eine viertel Stunden lang gewartet, um vielleicht diese Bären auch noch zu sehen. Nachdem ich schon wieder gehen wollte, war er da: ein Schwarzbär. Dieser bewegte sich in unserer Richtung und kam bis etwa 5 m nahe. So nutzte ich die Gelegenheit, diesen zu fotografieren – ein aufregendes Erlebnis. Dann ist er hinunter in den Park und durch den Bach gelaufen und wieder zurück in den Wald. Das war das Highlight des heutigen Tages! 

Sonntag, 3. Juni 2018

Heute Mittag sind mein Bruder Walter und seine Frau Therese in Waterton angekommen. Nach der Begrüssung entschlossen wir uns zusammen zum Belly River Campground, nahe der Amerikanischen Grenze zu fahren. Wir hofften unterwegs irgendwelche grossen Tiere, wie Bären, Elche, Hirsche oder Büffel zu sehen. Es sollte heute nicht sein. Auf der Rückfahrt sind wir dann noch das „Prince of Wales“ Hotel, welches am Eingang zu Waterton auf seinem Hügel thront. Ein Hotel aus dem Jahr 1927, aber gut erhalten und sehr gut gelegen mit wunderbarer Aussicht auf See und Berge. Die Preise für die Vorsaison sind meiner Ansicht auch angemessen mit $ 219 für ein Zimmer.

Vor dem Nachtessen sind wir Drei dann noch einmal zu den Cameron Falls gegangen und hofften, den Bären von gestern nochmals zu sehen. Aber auch der hatte sich verzogen.

So sind wir dann in die Zum’s Eatery einen feinen Burger essen gegangen.

Montag, 4. Juni 2018

Der heutige Morgen war in Waterton wieder grau und sehr windig. Gestern habe ich mich entschlossen, schon heute weiterzufahren, so bleibt mir mein Reservetag vorhanden. Vorerst will ich bis Cardston und dann nach Lethbridge. Meinen ersten Halt machte ich in einer Garage in Cardston, wo ein sehr netter Garagier mir gratis den Fehlercode (am Freitag bei der Fahrt nach Waterton aufgetaucht) auslas und mir dann mitteilte, dass dies nur ein Hinweis sei und ich ohne Probleme weiterfahren könne. So konnte ich meine Reise fortsetzen und den Cardston Alberta Temple, den Mormonen Tempel von aussen besichtigen. Hinein dürfen nur die „Auserwählten“.

Im Visitors Center des Tempels erhielt ich ein weiteres Mal eine Geschichtsstunde, wo mir ein sehr netter, älterer Herr und seine Ehefrau, die Geschichte des Tempels im Besonderen und der Mormonen im Allgemeinen näherbrachten.

Danach fuhr ich zum Remington Carridge Museum, dem Kutschenmuseum. Eine wunderbar geordnete Sammlung von Kutschen jeder Art und jeden Alters. Eine Schülergruppe von etwa 8-jährigen Kindern wurde von einem Führer betreut, welche mit Leib und Seele dabei war. 

Dann ging’s weiter, über „rolling hills“ und weite Ebenen nach Lethbridge, wo ich bei der High Level Bridge, der über hundertjährigen Brücke über den Oldman River einen Platz fand.

Die Brücke ist eine über 1600 Meter lange und fast 100 Meter hohe Stahlkonstruktion und wurde in den Jahren 1907 – 1909 gebaut und wird heute noch benutzt.  

Dienstag, 5. Juni 2018

Bereits um halb neun Uhr fuhr ich im Bridgeview Campground los, um zuerst das Fort Whoop Up und den Indian Battle Park in Lethbridge zu besuchen. Leider war das Fort noch geschlossen und so begnügte ich mich mit einem Rundgang zum Oldman River und um einen Teil des Indian Battle Park. 

Dann fuhr ich gegen Milk River um zu dem Writing-on-Stone Park zu gelangen. Die ersten Kilometer ging’s durch „rolling hills“, danach begannen die Prärieebenen Albertas. Eindrücklich war immer wieder wie lang die Strassen praktisch schnurgeradeaus gehen. So erreichte ich um den Mittag herum das Info Center des Parkes.

Diese besuchte ich und studierte die dort gezeigten Exponate. Auf die Fahrt zu den in Stein geritzten Zeichnungen verzichtete ich, zuerst muss die Besichtigung geführt gemacht werden. So hätte ich auf die nächste Tour warten müssen – und als Zweites: es hat „Prairie Rattle Snakes“. Das hat mir die Lust auf eine Expedition auch etwas genommen.

So bin ich dann, wieder meistens über unendliche schnurgerade Strassen, über Foremost nach Etzikom gefahren und habe das dortige Museum besucht. Der Eindruck dieses Museums war überwältigend. Mehrere gut strukturierte Ausstellungen nach Themenbereichen waren in mehreren Räumen im Museum untergebracht. Das Doll House, ein Zimmer mit Unmengen von sehr schönen, teilweise sehr alten Puppen. Dann das Musikzimmer, wo die Angestellte des Museums die ausgestellten Instrumente vorstelle und sogar einzelne davon spielte. Auch das uralte Grammophon wurde in Gang gegen und wir hörten sehr alte Musik.

Auch das Zimmer mit den wilden Tieren war eindrücklich. Es waren fast alle in der Umgebung vorkommenden Wildtiere vertreten.

In den Aussenanlagen konnte die alte Kirche des Nachbarortes Foremost sowie eine alte Autogarage mit zwei sehr gut erhaltenen Oldtimern besichtigt werden.

Neben dem Museum ist auch noch das Historical Windmill-Center zu besichtigen gewesen. 

Auf die Frage nach einem nahen Campground gab mir die Museumsdame den Rat, nach Elkwater zu fahren, dort sei der schönste Campground in der Gegend. Die Fahrt dorthin würde etwa anderthalb bis zwei Stunden dauern. Als ich Elkwater auf dem Navi eingab zeigte dieses mir 85 km. Davon waren rund 50 km auf sogenannten „Gravelroads“ zu fahren, so dass die angegebene Zeit etwa stimmte.

In Elkwater realisierte ich, dass ich mich hier bereits im Cypress Hill Interprovincial Park, der bis hinüber nach Saskatchewan reicht, befinde.

Als ich in Elkwater ankam, hatte das Office des Campgrounds bereits geschlossen, so dass ich in Selbstbedienung meinen sehr schönen Platz im Wald fand. Auf jegliche Anschlüsse muss ich aber heute verzichten.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Der Elkwater Campground wäre eigentlich seinen Preis wert gewesen, leider konnte ich nirgendwo zahlen, so bin ich halt schon früh in Richtung Medicine Hat abgefahren. Dort habe ich auf Anhieb den gesuchten Clay Industries Historic Park gefunden. Es handelt sich dabei um eine Keramikfabrik, welche heute als Museum funktioniert.

Wieder einmal war ich zu früh dran, so konnte ich das Ganze nur von aussen besichtigen. 

So entschloss ich mich, das Red Rock Coulee, etwa 45 km südlich zu besuchen. Eine interessante Gegend mit runden Steinen von etwa ein bis zwei Metern Durchmesser. Die Steine entstehen scheinbar durch ein eisenhaltiges Sekret eines Bakteriums.

Danach fuhr ich nach Brooks, wo ich das Aquaedukt sehen wollte. Dieses habe ich zwar gefunden, konnte aber wiederum nur von aussen besichtigen, da das dazugehörende Info-Center erst am Donnerstag bis Sonntag geöffnet ist.

Etwas frustriert habe ich mich dann auf die Suche nach einem Campground gemacht und diesen im Dinosaur Provincial Park, nord-östlich von Brooks gefunden.

Am späteren Nachmittag bin ich dann dem Badlands Trail, einem Wanderweg durch die Felsformationen gefolgt, trotz der Warnung vor Prairie Rattle Snakes, vor Skorpionen und vor Schwarzen Witwen. Glücklicherweise bin ich keinem davon begegnet.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Zuerst fuhr ich über die Public Scenic Loop Road, und ging dabei das Fossil-House 1 anschauen, wo ein versteinertes Skelett ausgestellt war. Bei dieser Station traf ich eine junge Park-Angestellte, mit der ich ein paar Worte wechselte. Dabei fragte ich sie auch, ob es viele Prairie-Klapperschlangen im Park habe. Sie bejahte dies uns erzählte mir, von solchen Begegnungen. Glücklicherweise habe ich die ganze Zeit keine solche zu Gesicht bekommen.

Beim Fossil-House 2 wurde die Arbeitsstätte der Wissenschaftler dargestellt. Danach beendete ich meinen Besuch im Dinosaur-Provincial Park und fuhr nach Empress.

Dort wollte ich das Old CPR Railway Station Museum besuchen. Die Station fand ich sofort, aber es war kein Museum mehr dort. So machte ich eine kleine Dorfrundfahrt und fuhr nach Acadia Valley, wo das Grain Elevator Museum steht.

Aber hier war trotz angeschriebener Öffnungszeiten, das Schild „we’re closed“ an der Türe und so musste ich mit ein paar Aussenaufnehmen vorlieb nehmen. Am Tag darauf fand ich dann heraus, dass das Museum nur Juli/August geöffnet ist! 

Der für heute ausgesuchte Campground in Acadia Valley machte mir nicht einen so guten Eindruck. So fuhr ich weiter und fand in Oyen beim Canalta Hotel den Saokii RV Park, wo ich einen Platz mit allem was dazu gehört erhielt.

Nachdem die Luft recht dunstig war, hellte es am Abend auf und ein Sonnenuntergang wie im Bilderbuch schloss diesen nicht so richtig gelungenen Tag ab.

Nun bin ich schon über sechs Wochen in Kanada und habe praktisch immer schönes und teilweise sogar sehr heisses Wetter erlebt. Ich habe so viele Sachen gesehen, gehört und erlebt, dass ich froh bin, mir alles aufzuschreiben, sonst wüsste ich nicht mehr was wo passierte.

Wenn ich meine Web-Seite nicht täglich nachführe, ist dies nicht, weil ich nicht will oder mag, sondern weil ich kein W-Lan zur Verfügung habe und das kommt hier des Öfteren vor. 

Freitag, 8. Juni 2018

Gestern Abend habe ich im Prospekt über die Badlands von Alberta gelesen, dass heute der erste Farmers Market stattfinden solle. Im Alberta Visitors Center habe ich dann erfahren, dass dieser auf den nächsten Freitag verschoben wurde. So bin ich halt nur wegen des Crossroads Museums nach Oyen zurückgefahren. Dieses war jedoch geschlossen – mit dem Hinweis, man solle doch auf irgendeine Telefonnummer telefonieren, dann würde jemand kommen.

Dieses wollte ich aber nicht. So bin ich dann über Cereales, wo ich das Pioneer Museum anschauen wollte, nach Hanna gefahren. In Cereales hiess es wiederum: Closed for Season – und auch beim Hanna Pioneer Village und Museum war es nicht anders. Dort habe ich dann aber von dem Pioneer Village ein paar Fotos geschossen und bin dann nach Drumheller ins Royal Tyrell Museum, das heisst, ins Dinosauriermuseum gegangen. Wieder konnte ich hier gratis rein, weil diese Woche die „Seniors Week“ war. So konnte ich schauen, ob es sich lohne, am Dienstag mit Benjamin und Stefanie über Drumheller zu fahren. Mir gefiel das Museum sehr gut und auch die Umgebung sieht ähnlich aus wie im Dinosaur Provincial Park. 

So habe ich nach dem Museumsbesuch auch hier den Badlands Trail gelaufen, wieder schön und sehr heiss.

Einen schönen schattigen Platz habe ich dann auf dem River Grove Campground gefunden. Diesen habe ich gleich für Dienstag reserviert.

Samstag, 9. Juni 2018

Mit einem Zwischenhalt in Drumheller beim grössten Dinosaurier der Welt und dann beim Horseshoe Canyon - dort habe ich wilde Kaninchen beobachten können -, fuhr ich bis zum Mountain View Campground am Stadtrand von Calgary.

Am Nachmittag war dann Putzen und Brötli backen angesagt. Vom  Rest des Nachmittags habe ich profitiert und mich ausgeruht. 

Sonntag, 10. Juni 2018

Heute Morgen hörte ich es zum ersten Mal seit ich in Kanada bin richtig regnen. Der Tag hat grau und trüb begonnen. So bin ich erst spät aufgestanden und habe zum Frühstück Schinken und Ei und frische selbstgebackene Brötli sowie einen feinen Nespresso Kaffee genossen.

Dann habe ich wieder einmal versucht meine Texte und ein paar Fotos hochzuladen. Aber die miesen W-Lan Verbindungen sind für so etwas nicht geeignet. Meine Simple-Site wurde nicht einmal vollständig geladen. So muss das halt aufs nächste vernünftige W-Lan warten.
Da am Nachmittag das Wetter gebessert hatte, bin ich zur Sunridge Mall gefahren und habe dort den C-Train nach Downtown Calgary genommen. Dort habe ich den Calgary Tower und die Devonian Gardens besucht. Auf den Besuch des Heritage Village habe ich verzichtet, da der gewünschte Bus nicht da war. So ging es zurück zur Sunridge Mall, wo ich mit dem Camper nach einem kleinen Einfkauf und dem Auftanken zur Handy-Zone am Flughafen gefahren bin.

Kurz nach 20 Uhr sind dann Benjamin und Stefanie eingetroffen und ich konnte sie am Gate 16 abholen. Von hier ging es direkt zum Campingplatz zurück.

Montag, 11. Juni 2018

Beim Besuch von Downtown Calgary ist uns die Zeit fast davongelaufen. Nach dem Calgary Tower wo wir die Stadt aus rund 160 Metern Höhe betrachten konnten, wollten wir das Glenbow Museum besuchen, mussten uns dann aber mit dem Gift Shop des Museums zufrieden geben, da dieses am Montag geschlossen ist. Dann sind wir in die Devonian Gardens gegangen. Eine wunderschöne „Parkanlage“ im 4. Stock eines grossen Einkaufszenters. Leider war auch hier ein Teil nicht besuchbar, wegen Renovationsarbeiten. Als wir dann noch zum Heritage Village und Park fahren wollten, bemerkten wir, dass schon fast 17.00 Uhr war und der Heritage Park um diese Zeit bereits schliesst. So haben wir uns entschlossen, zum Campground zurückzufahren mit einem Umweg über einen grossen Walmart.

Dienstag, 12. Juni 2018

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhr Benjamin uns in Richtung Rowley, wo wir die alten, grösstenteils verlassenen Gebäude besichtigten und fotografierten. Das Dörfchen wurde als Filmkulisse für Western genutzt. Dann besuchten wir die CN-Railway Station, welche mit etwa 20 Metern Geleise für die Touristen stehen gelassen wurde. Die restliche Bahnanlage wurde vor langer Zeit ausser Betrieb genommen und die Geleise entfernt. Zuletzt bestaunten wir die drei alten Grain Elevators, welche heute auch nicht mehr genutzt werden. 

Danach fuhren wir nach Drumheller, der Stadt der Dinosaurier in Alberta. Das Royal Tyrell Museum war mehr als einen Besuch wert. Die ausgestellten Dinosaurier und die dazu aufgeführten  Informationen waren sehr gut präsentiert und vermittelten sehr viel Wissen über die Zeit vor rund 75 Millionen Jahren. 

Nach dem Badlands Trail, einem Wanderweg über die Ton und Geröllfelder, vorbei an speziellen Hügeln und Canyons, suchten wir unseren  Campground auf, wo wir nach einem ereignisreichen Tag ein feines Abendessen genossen.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Drumheller verliessen wir nach dem Besuch des grössten Dinosauriers der Welt und einer kleinen Odyssee über Apotheke, Doktor, Apotheke.

Unseren ersten Halt legten wir wieder beim Horseshoe Canyon ein. Leider sind heute die zwei Hasen nicht hier, dafür haben wir im Tal einem Murmeltier beim Grasen zuschauen können.

Dann ging die Fahrt vorbei an Calgary vorbei bis Nanton, wo wir das Bomber Command Museum anschauen gingen. Dieses wurde zu Ehren der vielen im zweiten Weltkrieg in Europa gefallenen kanadischen Soldaten, insbesondere der Besatzungen der Flugzeuge gegründet. Eine interessante Sammlung alter Zweit-Weltkriegs-Bomber mit sehr vielen dazugehörenden Bildern, Uniformen und weiteren Teilen.

Am Schluss fuhren wir bis zum Daisy May Campground in Fort Macleod.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Heute Morgen haben wir das Fort Macleod im gleichnamigen Ort besucht. Eine interessante Darstellung des Lebens in einem Fort wie man es aus den Westernfilmen kennt. Mit Holzpalisaden um das Fort herum als Befestigung und den Gebäuden im Innern dieser Umzäunung. Mit vielen Geschichten über die Helden der NWMP der North West Mounted Police wie die Truppe bei ihrer Gründung im Jahr 1873 geheissen hat. 

Der anschliessende Gang durch die Main Street zeigte uns auch einiges über das Leben in Fort Macleod um die vorletzte Jahrhundertwende.

Danach ging’s nach Head Smashed on Buffalo Jump – einer Stätte, wo die First Nation die Büffel in einer Art Treibjagd über steile Felsen hinaus getrieben haben, damit sie für den Winter Vorräte anlegen konnten. Besonders interessant fand ich hier den Film über diese Treibjagd, aus der Sicht eines jungen Indianers, der als Büffelkalb vor der Herde her rannte, um sie in die richtige Richtung zu führen. 

Anschliessend fuhren wir nach Waterton, wo es wieder einmal windig und kalt war. Den Besuch der Cameron Falls unterliessen wir gleichwohl nicht, da wir hofften, den Bären wiederzusehen. Leider wurde daraus vorerst nichts.

Nach dem feinen Nachtessen im Zum’s Restaurant sassen wir noch einen Moment am Tisch im Camper und plötzlich war er da: Der Bär. Er spazierte gemütlich ein paar Meter neben unserem Camper vorbei und verschwand dann wieder. Ein toller Anblick.

Freitag, 15. Juni 2018

Da der Waterton National Park letzten Sommer von einem riesigen Waldbrand heimgesucht wurde, sind dieses Jahr viele Anlagen und Wege gesperrt. Der Akamina Parkway zum Cameron Lake, der Red Rock Canyon und Bears Hump können nicht besucht werden. Darum sind wir nur eine Nacht hier geblieben und haben Waterton heute Morgen wieder verlassen. Nicht ohne vorher das Prince of Wales Hotel, welches am Eingang des Städtchens auf einem Hügel thront,  zu besuchen.

Weiter ging’s dann zu den Lundbreck Falls, dann zu dem Frank Slide und weiter nach Sparwood zum grossen Lastwagen. Hier haben wir auch übernachtet.

Samstag, 16. Juni 2018

In Sparwood hat es wieder einmal geregnet und so waren wir froh, das nasse und eher kalte Wetter hinter uns zu lassen und haben uns auf den Weg nach Fort Steele gemacht. Dort haben wir zuerst unseren Campground reserviert und sind dann das Museumsfort anschauen gegangen. Als erstes wurden wir an der Kasse auf Berndeutsch begrüsst. Die Dame an der Kasse ist Schweizerin und hat in der Region Burgdorf gelebt. Bei der anschliessenden Führung durch das Fort haben wir sehr viel Interessantes mitbekommen. Der Ort hiess ursprünglich Galbraith‘s Landing. Der Herr Galbraith betrieb die Fähre über den Kootenay River und hat so dem Ort seinen Namen gegeben.

Im Jahr 1887 kam, nach der Tötung zweier Weisser durch Indianer, der Superintendent Samuel Steele mit fast hundert Leuten der NWMP in den Ort um zwischen den Siedlern und den Indianern zu vermitteln und dafür zu sorgen, dass das Verbrechen aufgeklärt wurde.

Diese Vermittlung war so erfolgreich, dass das Fort nie eine Umzäunung brauchte und zu Ehren des Vermittlers dessen Namen  erhielt. 

Unser Tourist-Guide hat uns dann auch bei jedem Haus, das wir besuchten, dessen Geschichte und die seiner Bewohne zum Besten gegeben. 

Da das Museumsfort bereits um 16.00 Uhr schloss reichte es nach der Führung nur noch für einen kurzen Besuch in der Bakery und im Museum.

Sonntag, 17. Juni 2018

Heute wollen wir vom Kootenay River bei Fort Steele an den Bow River und nach Banff fahren. So sind wir zuerst gegen Norden bis Radium Hot Springs und dann gegen Osten durch den Kootenay Nationalpark gefahren. Bereits bei der Einfahrt in den Park stand, dass nicht angehalten werden darf, da sich ein Bär im Park befinde. So haben wir natürlich besonders gut aufgepasst und den Bären, der am Strassenrand am Fressen war, kurz zu Gesicht bekommen. Etwas später begegneten wir noch einer Herde von Mountain Goats, den weissen Bergziegen. Der Halt bei den Numa Falls fiel dann eher kurz aus, da die vom Hochwasser im Frühjahr 2017 weggeschwemmte Brücke auch dieses Jahr noch nicht ersetzt war. So konnte der Fall immer noch nicht besucht werden. 

Von dort war es nur noch einen Katzensprung bis Banff, wo wir am frühen Nachmittag eintrafen und mit grossem Glück einen freien Campground im Tunnel Mountain Campground fanden.

Montag, 18. Juni 2018

Beim Aufenthalt in Banff gehört für die „Neuen“ der Sulfour Mountain fast zum Pflichtprogramm. Die Gondelbahnfahrt auf den Berg und dann die Wanderung hinüber zur Cosmic Ray Station zeigen einen schönen Überblick über das Tal des Bow River und über die Stadt Banff. Bei der Wanderung sind wir auf die Chip-Monks, die Streifenhörnchen gestossen. Lustige kleine neugierige Kerlchen.

Danach ging’s zurück zum Sulfour Mountain und nach dem Besuch des Gift-Shops hinunter nach Banff.

Bevor wir den Camper parkierten, sind wir kurz zum View Point gefahren, von wo aus wir die Hoodoos besichtigten.

Zum Nachtessen sind wir dann mit dem Public Transit, dem Ortsbus von Banff nach Downtown hinunter. 

Dienstag, 19. Juni 2018

Heute fahren wir relativ früh in Banff ab. Den Bow Parkway, an welchem man oft Bären sehen soll, fahren wir bis zum Johnston Canyon, ohne auch nur eine Spur von Bären zu sehen. Im Johnston Canyon besuchen wir die Lower Falls und dann die Upper Falls. Dazwischen sind weitere fünf kleine Wasserfälle, an denen wir vorbeikommen. Danach geht’s weiter nach Lake Louise, wo wir  meinen Bruder und seine Frau treffen. Zusammen fahren wir dann über den Kicking Horse Pass und hinauf zu den Takkakaw Falls. Ein imposanter Wasserfall von rund 270 Metern Höhe. Danach wird die Natural Bridge besucht, wo sich das Wasser durch den Felsen „gefressen“ hat, so dass eine natürliche Brücke entstanden ist.

Zum Schluss fahren wir zurück nach Lake Louise, von wo aus wir als „Dessert“ den Moraine Lake, einen der schönsten Seen, die ich kenne, besuchen.

Beim gemeinsamen Nachtessen vom Grill, werden Erfahrungen, Bilder und Tipps ausgetauscht. 

Mittwoch, 20. Juni 2018

Als erstes wollen wir heute den Lake Louise besuchen. Der See ist ein solcher Touristen-Magnet, so dass wir kurz nach 07.00 Morgens starten um überhaupt noch einen Parkplatz zu bekommen. Als wir oben sind, sind auch andere Frühaufsteher hier. Nach ein paar Fotos vom See, fällt uns auf, dass viele Leute zusammenstehen und auf etwas schauen. So begeben wir uns auch dorthin und erfreuen uns an der Grizzly-Mama mit ihren beiden Jungen, „beschützt“ von zwei Nationalpark Angestellten. Als die Bärin immer weiter auf uns zukommt, gehen die beiden Beschützer auf sie zu und rufen „Hey Bear“. Die Bärendame macht darauf kehrt und zieht sich wieder ein paar Meter zurück, lässt sich aber weiter weder von den Beiden, noch von den vielen Touristen beim Fressen stören.

 Danach fahren wir zurück zum Campground um für den heutigen Abend den Platz zu buchen. Als wir beim Office ankommen, heisst es: „We are fully booked, impossible.“ So bleibt uns nichts anderes als für heute Abend einen neuen Campground zu suchen. Mein Bruder und seine Frau fahren gegen Süden nach Banff, wir drei wollen gegen Norden bis mindestens zum Mosquito Creek Campground. Bei diesem fahren wir aber dann vorbei und beschliessen, am David Thompson Highway einen besseren Platz zu suchen. Dieses erwies sich dann als hervorragende Entscheidung, haben wir doch, nach dem Besuch des Peyto Lakes – dem schönste See in dem mir bekannten Teil von Kanada – am Icefields Parkway eine Herde Big Horn Sheeps gesehen und am David Thompson Highway einen Braunbären, welcher daran war einen Tierkadaver zu fressen. Im David Thompson Campground fanden wir einen schönen Platz mit Strom und Wasser, aber ohne Internet und sogar ohne Telefonverbindung.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Das Wetter spielt mit, denn heute haben wir als Schlechtwetter Programm die Miette Hot Springs ausgewählt. Auch hier treffen wir – zwar nur sehr kurz – auf einen Schwarzbären.

Die Miette Hot Springs treten mit 54 Grad Celsius aus dem Felsen aus und werden für die Bäder auf 40 und 37 Grad gekühlt. Im 37 Grad warmen Wasser konnten wir es gut aushalten. Das heissere Bad ist nur für einen kurzen Aufenthalt geeignet. Das Bad ist gut besucht.

Bei der Rückfahrt sehen wir wieder ein Caribou (ein Rentier) und hellbraune wilde Ziegen.

Freitag, 22. Juni 2018 bis
Samstag, 30. Juni 2018

In dieser etwas mehr als einer Woche bin ich mit meinem Sohn und seiner Frau von Jasper über Blue River, dann Clearwater, dann weiter über Kamloops, Cache Creek, Lytton und Lillooet und Whistler nach Vancouver gefahren.

In Clearwater haben wir den Wells Grey Provoncial Park mit den Wasserfällen – die Dawson Falls und Helmcken Falls besucht (hier sind wir einer Familie aus Glarus begegnet, mit denen wir gute Gespräche hatten). In Cache Creek die Hat Creek Ranch und die Interpretive Site über die dortigen First Nation. Die drei letzten Tage nutzten wir für Besichtigungen in Vancouver. 

Am Samstagabend habe ich Benjamin und Stefanie an den Flughafen gebracht. 

Ich habe die Zeit mit den Beiden genossen, freue mich aber darauf den ganzen Camper wieder für mich alleine zu haben. 

Sonntag 1. Juli 2018

Heute ist Canada-Day. Ich verbringe den Morgen mit etwas aufräumen, putzen, Wäsche waschen und das Chalet wieder für mich alleine einzurichten.

Am Nachmittag habe ich die Ausstellung Titanic Artifacts in Richemont besucht. Eine interessante Ausstellung. 

Am späteren Abend habe ich vorgesehen, von der Lions Gate Bridge aus das Feuerwerk beim Canada Place zu beobachten. 

Leider habe ich mich nach den Nachtessen etwas aufs Bett gelegt und bin dabei eingeschlafen. Als ich wieder erwachte, war das Feuerwerk vorbei. Zudem hatte es begonnen zu regnen, so reute mich das Verpasste nicht gross.

Montag, 2. Juli 2018 bis
Mittwoch, 4. Juli 2018

Letzte Woche habe ich einen Termin für den Auto-Service bei Ford Lincoln in Kamloops vereinbart. So bin ich heute bis dorthin fahren und habe dort auf dem Campground den Dienstag als Ruhetag genossen. Ruhetag heisst auch „Haushalt“ machen. Daneben bin ich fast zwei Stunden auf einem Spaziergang an den South Thompson River gewesen. Das einzige was ich dort spezielles gesehen habe war das Nest des Osprey, des Fischadlers mit einem schon recht grossen Jungen drin.

Am Mittwoch um neun Uhr war dann Auto-Service. Dieser dauere etwa eineinhalb Stunden und sie würden mich anrufen, wenn das Auto wieder parat sein werde. Zudem war ein Shutle-Service in die Stadt von der Garage organisiert. So verbrachte ich die Wartezeit Downtown Kamloops mit der Besichtigung des Farmers Market und einem (kanadischen) Kaffee im Swiss Coffee.

Wie vereinbart, erhielt ich nach rund eineinhalb Stunden den Anruf, das Auto sei parat und auch der Shutle stand kurz darauf bei mir um mich zur Garage zu bringen. Der kleine Service mit Oelwechsel und verschiedenen Kontrolle kostete nicht einmal achtzig Dollars.

Bereits um elf Uhr konnte ich dann losfahren. Damit ich ungefähr im Plan bleiben würde, war mein Ziel war Jasper, etwas mehr als vierhundert Kilometer nördlich. Bis zum Mount Robson ging alles gut. Dort hiess es dann aber, die Strasse über den Yellowhead Pass sei gesperrt und so habe ich halt in den Nähe einen Campground gesucht und auch gefunden. 

Donnerstag, 5. Juli 2018

Eigentlich hätte ich heute von Jasper nach Grande Prairie fahren wollen. Auch wieder eine recht lange Strecke.

Da ich aber gestern beim Mount Robson hängen geblieben bin, fuhr ich heute nach Jasper und weiter, zuerst gegen Osten bis kurz vor Hinton und dann nordwärts. Den ersten Zwischenhalt legte ich im William Schwitzer Provincial Park am Jarvis Lake ein. Die freundliche Lady im Visitors Information empfahl mir den Kelley Bathtube Loop um den oberen Teil des Sees und ich folgte ihrer Empfehlung. Bei diesem Spaziergang um den See habe ich bemerkt, dass ich wieder in den „Ferien-Modus“ schalten will und nicht um alles in der Welt so schnell als möglich irgendwo hin will.

So bin ich nach diesem Rundgang gemütlich bis nach Grande Cache zum dortigen Community Campground gefahren und habe hier bei schönem, warmem und leicht bewölktem Wetter  meinen Rest Nachmittag und den Abend genossen.

Freitag, 6. Juli 2018

Als ich heute Morgen aufwachte, regnete es erst einmal. So beschloss ich, noch einen Moment im Bett zu bleiben. Trotzdem bin ich etwa um acht Uhr aus den Federn und nach Morgenessen und allem was dazugehört, bin ich dann bei teilweise bewölktem Himmel in Richtung Grand Prairie abgefahren. Bereits nach wenigen Kilometern entdeckte ich einen Bären auf den Eisenbahngeleisen. Leider war anhalten nicht möglich. Den zweiten Bären habe ich etwas später gesichtet und angehalten. Dieser schien aber eher scheu zu sein, denn als ich mit dem Fotoapparat bereit war, verzog er sich ins Gebüsch.

Etwa fünfzig Kilometer vor Grand Prairie habe ich dann noch eine Elchkuh mit einem Jungen entdeckt. Meine erste Begegnung in der Wildnis mit einem Elch. Aber auch diese sind nachdem ich angehalten hatte ins Dickicht verschwunden. 

In Grand Prairie bin ich  im Visitors Center mit Heritage Discovery Center gelandet. Dieses zeigte viele interessante Ausstellungsstücke über die Region. Im Visitors Center habe ich den Tipp erhalten, auf dem Rotary Campground in der Stadtmitte einen Platz zu suchen. 

Samstag, 7. Juli 2018

Der heutige Tag hat mir Regen begonnen, welcher mich ohne Unterbruch durch den Tag begleitete. Zuerst beim Besuch des Philipp J. Currie Dinosaur Museums in der Nähe von Wembley. Eine interessante Ausstellung über die Funde von Dinosaurierskeletten in der Umgebung. Und dann auch auf der Fahrt nach Dawson Creek. Bereits kurz nach Mittag bin ich hier auf dem Tubby’s RV Park eingetroffen. Da sich das Wetter nicht zu bessern schien habe ich heute wieder einmal meine „Zopfteig-Brötchen“ gebacken und den Rest des Nachmittags mit Faulenzen verbracht.

Sonntag, 8. Juli 2018

Den heutigen Tag habe ich in Dawson Creek, am Ausgangspunkt bzw. bei der Mile 0 des Alaska Highways verbracht. Zuerst das obligate Selfie beim „Mile 0 Post“, wo ich vier Schweizer getroffen habe, mit denen ich dann einen Kaffee trinken ging. Diese Vier sind erfahrene Amerika/Kanada Reisende und konnten mir während unserer Gespräche viele Tipps und Informationen weitergeben. Beim Besuch des Visitors Centers und des dazugehörenden Museums, und dann des Alaska Highway Houses erfuhr ich noch mehr über den Bau und die Geschichte der Strasse. So sollte ich nun gerüstet sein für die Fahrt über diesen legendären Highway nach Norden.

Montag, 9. Juli 2018

Den heutigen Tag habe ich ruhig angegangen. Nach dem Frühstück mit Ei und Speck, selbst gebackenen Brötchen, Orangenjus und feinem Nespresso Kaffee habe ich zuerst ein wenig mein Chalet geputzt. 

Danach ging‘s zu einem kleinen Einkauf in die Dawson Creek Mall und dann los, in Richtung Tumbler Ridge. Da ich bereits kurz nach Mittag da war, habe ich beschlossen, bei dem schönen Wetter noch die Kinuseo Falls zu besuchen. Diese liegen rund 60 Kilometer südlich vom Ort.

Auf einer etwa 50 Kilometer langen sehr holprigen Gravel-Road, der Murray River Forrest Service Route, ging es zu einem „Must“ in Tumbler Ridge. Dort angekommen hatte ich einen kurzen Pfad zu dem View-Point zu gehen.

Der erste Eindruck war frustrierend. Den eigentlich eindrücklichen Wasserfall konnte man nur von Oben, fast nur von hinten sehen. So ging ich zurück zum Parkplatz und fand dann dort einen Weg zu weiteren View Points. Mit der Bärenglocke ausgerüstet ging ich den Weg hinauf und kam nach etwa 200 Metern zum ersten Punkt. Von hier aus sah ich den Fall zwar von Oben, jedoch mindestens von vorne. Ein eindrücklicher sehr schöner Fall.

Danach fuhr ich noch zum Kinuseo Falls Campground und zu sehen, ob ich dort übernachten wollte. Da ich der einzige Camper dort zu sein schien, verzichtete ich darauf dort zu bleiben.

Bei der Rückfahrt nach Tumbler Ridge passierte es: das Auto hielt selber an, der Motor ging aus und aus der Kühlerhaube dampfte es gewaltig. Das Kühlerwasser war irgendwie ausgelaufen und der Motor hatte sich dadurch überhitzt. Also warten und abkühlen lassen.  Ein anderer Kinoseo Falls Tourist hat dann bei mir angehalten und mir angeboten dem BCAA, dem Automobilclub von British Columbia, bei dem ich eine „Versicherung“ besitze zu telefonieren und Hilfe aufzubieten. Hier im Tal war telefonieren unmöglich.

Da der Trinkwassertank von meinem Camper nahezu voll war, konnte ich schliesslich das Wasser im Kühlsystem einfüllen und habe versucht wieder weiter zu fahren. Das ging auch. Ich habe jedoch immer nach etwa zwanzig Kilometern angehalten um den Wasserstand zu kontrollieren und musste jeweils wieder etwa zwei Liter Wasser nachfüllen.

Sobald ich wieder eine Telefonverbindung hatte, habe ich dem BCAA telefoniert und gesagt, dass ich mein Problem selber lösen konnte und keine Hilfe mehr brauche. Die nette Dame dort aber sagte mir, dass noch kein Anruf für mich eingegangen war. So hätte ich dann wahrscheinlich dort noch lange gewartet, wenn ich nicht von selbst fort gekommen wäre.

Nun, dann bin ich zurück nach Tumbler Ridge gefahren und habe auf dem Monkman Campground einen schönen und gut eingerichteten Platz gefunden. 

Dienstag, 10. Juli 2018

Garagenbesuch hat heute erste Priorität. So bin ich, nach dem wieder auffüllen des Kühlerwassers, zu der Embassy Auto Service gefahren. Nach einer kurzen Wartezeit nahm sich ein Mechaniker meines Problems an. Um dieses zu lokalisieren, wurde das Kühlersystem unter Druck gesetzt – so wie wenn der Motor laufen würde. 

Der Mechaniker hat schnell festgestellt, dass ein Teil beim Kühler selber gebrochen war. So muss dieser nun ausgetauscht werden. Dann mussten die entsprechenden Ersatzteile organisiert werden. 
Dann konnte ich zurück zum Campground fahren, sie würden mir telefonieren, sobald sie die Infos hätten.

Als Camper parkieren und in die Stadt hinein marschieren, um in Visitors Information, das Museum und weitere Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Museum und weitere Sehenswürdigkeiten sind Dienstag und Mittwoch geschlossen….   

Also Visitors Information und kurze Besichtigung der Downtown von Tumbler Ridge. Während der Zeit erhielt ich den ersehnten Anruf. Doch dieser war nicht genau das was ich mir gewünscht hätte. Die Ersatzteile mussten in Vancouver und in Edmonton bestellt werden und würden erst frühestens Samstag oder Montag eintreffen.

So habe ich nun Ferien von den Ferien. Ich bin an einem schönen Ort und werde die freie Zeit hier geniessen.  

Mittwoch, 11. Juli 2018 bis
Sonntag, 16. Juli 2016

Gefangen in Tumbler Ridge! Etwa so könnte man meinen Aufenthalt hier bezeichnen. Ich muss auf die Ersatzteile warten und kann hier nicht sehr viel unternehmen. Der Nachteil der grossen Distanzen, welche mich hier so faszinieren. So bin ich am Mittwoch Vormittag noch einmal zum Büro der Visitors Information gegangen. Unterwegs hat eine Auto neben mir angehalten: Have you seen the bear? Ich – nein, denn dieser war etwa 100  Meter hinter mir und hat dort die Strasse überquert. Den Rest des Tages habe ich mit Postkarten schreiben, meine „Memoiren“ schreiben und mit IPad spielen verbracht.

Am Donnerstag und Freitag habe ich den Platz nicht verlassen. Der Spaziergang beschränkte sich auf die nähere Umgebung. Da ich eine Menge Postkarten zu schreiben hatte, bin ich genügend beschäftigt gewesen. Auch habe ich den Regentag am Freitag dazu benutzt wieder Brötchen zu backen. Diese werden immer besser, da ich mich langsam an die fremde Hefe und den Gasbackofen gewöhnt habe.

Am Samstag und am Sonntag bin ich dann jeweils wieder nach Downtown Tumbler Ridge gelaufen um vom WLan bei der Visitors Information zu profitieren.

Montag, 16. Juli 2018

Heute ist’s endlich soweit. Am Freitag habe ich den erlösenden Telefonanruf bekommen, dass die Ersatzteile da seien und ich am Montag das Auto bringen könne. So habe ich den Morgen genutzt um aufzuräumen und zu putzen und um 13.00 Uhr konnte ich dann bei der Garage vorsprechen. Die Dame sagte mir, sie würden etwa zwei Stunden brauchen für die Reparatur. Sie würde mich anrufen, sobald der Schaden behoben sei. Und so war es auch. Fast pünktlich um drei Uhr hiess es, alles ok. Zahlen und dann nichts wie los, eine Stunde Fahrt nach Chetwynd. Ins Mekka der Chainsaw Skulpturs. In der ganzen Town of Chetwynd sind über 150 Kettensägen Skulpturen aufgestellt.

So habe ich nach den Nachtessen noch einen kleinen Rundgang in Richtung Dorf gemacht und einige dieser Kunstwerke fotografiert. 

Dienstag, 17. Juli 2018

Der heutige Tag soll mich an den Williston Lake, zum W. A. C. Bennet Dam und nach Hudson Hope führen. Die Fahrt habe ich bei schönstem Wetter geniessen können. Bereits nach ein paar Kilometern habe ich meinen zweiten Elch gesehen. Der trabte vor ein paar wartenden Autos und bequemte sich dann einen eleganten Sprung ins Gebüsch zu nehmen. Den ersten Halt machte ich am Cameron Lake, dann hielt ich bei der Brücke über den Peace River kurz vor Hudsons Hope. Der W. A. C. Bennet Dam ist ein aufgeschütteter Staudamm ohne sichtbare Betonstrukturen. Hinter der Staumaurer liegt der Willston Lake, welcher rund 250 km lang ist. Das Visitors Center informiert mit einem gut gemachten Video über den Bau (1967) und die rund 50-jährige Geschichte der Mauer. In der Ausstellung wird gezeigt wie Strom entsteht, transportiert wird und gebraucht wird.

An einer Wand werden auch kritischen Stimmen der First Nation, welche früher im Gebiet des heutigen Sees gelebt haben, gezeigt.  Mein Bild des Kanada, das für seine Ureinwohner sorgt, hat einen weiteren tiefen Kratzer erhalten!!!

Danach besuchte ich das Visitors Center und das Museum in Hudson Hope. Freundliches und an seinen Gästen interessiertes Personal, mit dem ich eine längere Zeit plaudern konnte, informierte mich über Hudson Hope und gab mir Tipps für meine Weiterreise.

Den Plan, alle Chainsaw Figuren zu fotografieren habe ich schon gestern aufgegeben, habe aber heute noch einige Fotos, der „an meinem Weg“ liegenden Figuren geschossen.

Mittwoch, 18. Juli 2018

Nachdem letzte Nacht ein leichtes Gewitter aber viel Regen übers Land gezogen ist, schein heute Morgen wieder die Sonne. So fahre ich bei zwar bewölktem, aber sonnigem Wetter zurück nach Dawson Creek, um den Alaska Highway wirklich bei „0“ zu beginnen. Dort habe ich vorerst noch das Walter Wirght Pioneer Village besucht. Eine Ansammlung von alten aber schönen Gebäuden unter anderem die Dawson Creek Fire Hall, die DC School, Harper’s General Store, zwei Kirchen und eine Trappers Cabin. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Leute hier vor noch nicht einmal hundert Jahren gelebt haben.

Dann ging die Fahrt über den Alaska Highway, vorerst bis zur Mile 17, wo der Old Alaska Highway abzweigt. Diesen habe ich genommen um die noch originale hölzerne Kiskatinaw Bridge zu sehen und zu fahren. Leider hat’s dann dort geregnet, die Fotos zeigen’s.

Weiter fuhr ich dann bis Fort St. John, wo ich am Charlie Lake einen schönen Campground fand und für zwei Nächte buchte.

Donnerstag, 19. Juli 2018

Dass ich gestern hier zwei Tage gebucht habe, war nicht im Ort Fort St. John begründet, jedoch in der Notwendigkeit hier schon wieder eine Garage zu suchen, da mein Auto vorne unter dem Motor „tropfte“. Um keine Risiken einzugehen, bin ich also zur Ford Garage gefahren und habe um kurze Betrachtung des Problems gebeten. Sie könne mir einen Termin für den 13. August geben, war die Antwort der Dame am Serviceschalter. Ich versuchte ihr zu erklären, dass das für mich nicht dienlich sei. Das einzige was sie mir anbieten könne, sei das Auto hier zu lassen. Vielleicht hätte dann jemand Zeit es anzuschauen. Das reichte mir nicht. Ziemlich frustriert ging ich dann ins Fort St. John Museum. Dieses gefiel mir sehr gut. Per Zufall sah ich dann neben dem Museum einen Garagenbetrieb, die Canadian Tire. Morgen 07.30 könne ich einen Termin haben. Gut so. Dann ging’s zurück zum Campground, wo ich den Nachmittag mit einem Spaziergang an den Charlie Lake und wieder einmal mit Schreiben verbrachte.

Freitag, 20. Juli 2018

So bin ich nun also heute Morgen früh aufgestanden um um halb acht Uhr in der Garage zu sein. Dort wartete ich dann etwa zwei Stunden, bis der Mechaniker alles kontrolliert hatte. Nur ein paar Schrauben besser anziehen und Oel nachfüllen. Dann war alles in Ordnung. So konnte ich etwa um zehn Uhr abfahren. Da die Wetterprognosen für die ganzen Strecke Regen voraussagten und erst in Fort Nelson eine Besserung sein sollte, entschied ich mich den ganzen Weg auf einmal zu fahren und erst in Fort Nelson zu bleiben. So bin ich kurz nach 15 Uhr auf dem Tripple G Hideaway RV Park eingetroffen. So reichte mir die Zeit noch für einen Besuch im hiesigen Museum, das eine Ansammlung von alten Sachen präsentierte, dass ich das Gefühl hatte, weniger sei manchmal mehr… 
Auf diesem Campground bin ich auch den beiden älteren Leuten begegnet, die mir erzählten, dass sie die neue Strasse von Inuvik nach Tuktoyaktuk als von den ersten Leuten befahren wollten.

Samstag, 21. Juli 2018

Nach dem Besuch des Farmers Market in Fort Nelson habe ich eine nächste Etappe des Alaska Highway angefangen. Die heutige soll bis nach Liard River zum Campground bei den dortigen Hot Springs. Kurz bevor ich den höchsten Punkt der Strecke, den Summit Pass erreicht habe, steht ein kleiner Elch mitten auf der Strasse. Anhalten und warten bis sich das Tier auf die Seite begibt – und natürlich Fotos schiessen. Dann geht’s weiter bis zum Muncho Lake, wo ebenfalls zwei kleinere Elche über die Strasse gehen. Der Muncho Lake ist mir mehrere Halte wert gewesen, eine sehr schöne Gegend. Dann bei der Ausfahrt aus dem Ort, eine Herde Stone Sheeps die am Strassenrand Mineralien lecken und kreuz und quer über die Strasse marschieren. Auch diesen Halt habe ich für ein paar Fotos nutzen können. Bevor ich in Liard River angekommen bin, grast auch noch – so quasi als Dessert zu den bisherigen Tieren – der Büffel Bulle am Rand des Highways. Eine imposante Erscheinung! 
Leider finde ich beim Campground der Liard River Hot Springs keinen Platz und fahre etwa zwei Kilometer weiter zum Mould Creek Campground. Dort empfängt mich eine junge Frau, welche mir den letzten ihrer Plätze gibt, für gerade mal 20 Dollar. 

Sonntag, 22. Juli 2018

Nachdem es fast die ganze letzte Nacht mehr oder weniger stark geregnet hat, begrüsst mich heute Morgen die Sonne durch die Wolken hindurch. Kaum bin ich losgefahren, sehe ich schon die nächsten zwei Büffelbullen am Strassenrand. Anhalten, fotografieren und den Anblick dieser mächtigen Wilden geniessen. Danach geht’s weiter bis zur Abzweigung zu den Smith River Falls. Ich kann nicht widerstehen und fahre hin. Ein kleinerer aber schöner Wasserfall, nach etwa zwei Kilometern Gravel Road mit vielen Schlaglöchern.  

Auf der weiteren Fahrt nach Watson Lake habe ich dann zuerst noch einzelne Bullen und dann etwas später zwei Mal eine ganze Herde mit Büffeldamen und vielen Jungtieren gesehen. Auch vier Bären konnte ich am Strassenrand beobachten und fotografieren. Eine wunderschöne Strecke, die ich wegen der vielen Tiere sofort wieder fahren würde.

Etwas nach ein Uhr mittags bin ich dann auf dem Downtown Campground in Watson Lake eingetroffen. Dieser lässt etwas zu wünschen übrig…
Den Nachmittag habe ich genutzt um die Visitors Information, den Sign Post Forest und dann das Northern Lights Center zu besuchen.
Hier hatte ich ein Privat-Vorstellung von zwei Filmen, einen über die Sonnenaktivitäten und den zweiten über die Northern Lights. Eine schon im Film sehr eindrückliche Erscheinung, leider praktisch nur im Winter zu beobachten.

Montag, 23. Juli 2018

Nach tanken und Gas auffüllen geht’s nun auf den Robert Campbell Highway. Dieser sei zum grössten Teil nicht geteert. Zuerst besuche ich den Flugplatz von Watson Lake, welcher 1941 für den Bau des Alaska Highway gebaut wurde. Das alte Hangar Gebäude ist noch mit B.C. - Yukon Air Services Ltd. angeschrieben. 

Danach ging’s weiter, die ersten Kilometer auf geteerter, gut unterhaltener Strasse. Dann kam die Baustelle – warten auf den Pilot Car – zirka 15 Minuten. Dieser hat mich dann durch den Dreck der Baustelle gelotst.

Dann fing die Gravel Road an… (etwa 100 km) gut unterhalten und erlaubte Geschwindigkeiten bis etwa 65 km/h so dass ich gut vorankam und bereits etwa um 14 Uhr im Campground am Frances Lake meinen Platz suchen und besetzen konnte. Meine Nummer 15 war ein wunderschöner Platz am See mit Feuerstelle. 

Den Rest des Nachmittags habe ich am See genossen und mir ein feines Nachtessen auf dem offenen Feuer zubereitet.


Dienstag, 24. Juli 2018

Heute warten zwischen 180 (bis Ross River) und 250 km (bis Faro) Gravel Road auf mich… 

So ging es nach einem feinen Nespresso Kaffee – schliesslich hat mein Camper einen Generator, welche ich heute Morgen zum ersten Mal ausprobierte – ging die Fahrt los. Gute Abschnitte, welche bis 75 km/h erlaubten wechselten mir etwas schlechteren ab, wo mit zwischen 40 und 50 km/h gefahren werden konnte. Die einzige Abwechslung auf der Fahrt waren die beiden Hasen und die unzähligen Eichhörnchen, welche vor mir über die Strasse rannten. Begegnet bin ich auf der ganzen Strecke von über 400 Kilometern etwa 10 Velofahrern und einem halben Dutzend  Autos. Der Besuch in Ross River dauerte nicht sehr lange, die Fussgängerbrücke und die Fähre über den Pelly River scheinen das interessanteste an dem Ort zu sein. So bin ich bis Faro weitergefahren und habe dort auf dem Campground im Ortszentrum einen Platz mit „full service“ für unglaublich günstige 22 Dollars erhalten. 

Am Nachmittag habe ich dann noch einen Spaziergang zu den Van Gorder Falls gemacht. Da ich das „Bäreglöggli“ nicht dabei hatte, habe ich auf dem Handy Musik laufen gelassen ;-)

Mittwoch, 25. Juli 2018

Weiter auf dem Robert Campbell Highway bis Carmacks, dieser Teil soll vollständig geteert sein…

Nach dem Tanken und einem kurzen netten Gespräch mit der Lady an der Tankstelle ging es zuerst zum Faro Airport. Dort fand ich: eine Gras-/Kiespiste, ein Kleinflugzeug und ein Flughafengebäude… Dann bis zum Drury Creek Campground, wo ich mir allen Ernstes überlegte bereits am Vormittag einen Platz zu beziehen und den Rest des Tages dort zu verbringen. Dieser Platz liegt an einem wunderschönen See bei der Mündung des Drury Creek. Da aber der beste Platz schon besetzt war, bin ich dann doch weitergefahren, vorerst bis Carmacks. Der General Store, ein Allerweltsladen, gefiel mir ganz gut. Auch das Tagé Cho Hudän Interpretive Center war informativ und gut gestaltet. Was mir in Carmacks gar nicht gefiel, war der Coal Mine Campground. So bin ich gegen Norden weitergefahren und hatte nach dem Besuch der Five Finger Rapids, die Wahl zwischen dem Tatchun Creek CG und dem Tatchun Lake CG. Ich habe mich für den See entschieden und musste deshalb nochmals etwa acht Kilometer Gravel Road in Kauf nehmen. Es hat sich gelohnt – toller Platz…

Donnerstag, 26. Juli 2018

Vom Tatchun Lake ging’s dann zurück auf den Klondike Highway, der mich dann nach Pelly Crossing, zum Big Jonathan House brachte. Da diese geschlossen war, ging es sofort weiter nach Steward Crossing, wo mir der nette Herr den Five Mile Lake kurz nach Mayo, und dann den Besuch bei Maya Nafzger im Moose Creek Lodge empfahl. Auch im Binet House, welches ich in Mayo besuchte, wurden mir diese beiden Ziele nähergebracht. Also bin ich für die nächste Nacht an den Five Mile Lake gefahren und habe dort einen sehr schönen Platz am See ergattern können.

Freitag, 27. Juli 2018

Nachdem ich heute etwas früher aufgestanden war, bin ich – nach wiederum 50 km Gravel Road (Rüttel- und Schüttelstrasse mit Löchern und Rinnen und und…) bereits um halb zehn Uhr in der Ghost Town Keno angekommen. Da das dortige Museum erst um zehn Uhr öffnete, hatte ich genügend Zeit die alten Häuser, ein paar davon sind noch bewohnt (11 Einwohner), zu besichtigen. 

Dann der Besuch im Museum, welches schön geordnet viele Dinge des täglichen Lebens aus alter Zeit präsentierte. In den Nebengebäuden waren dann auch alte Minenwerkzeuge und 
-maschinen – halbe Ruinen – ausgestellt.

Danach zurück nach Mayo und Steward Crossing und zum Moose Creek Lodge, wo ich der Frau Nafzger den Gruss des Binet Hauswartes überbrachte. Länger geblieben bin ich dort nicht, da die Dame anscheinend nicht an einem Gast aus der Schweiz interessiert war.

So habe ich mich entschlossen, bis Dawson City weiterzufahren. Da der Campingplatz in der Stadt ausgebucht war, bin ich mit der Fähre über den Yukon River, in den Yukon River Campground gefahren und habe dort wie in den anderen staatlichen Yukon Campgrounds einen schönen Platz gefunden.

Samstag, 28. Juli 2018

Heute Morgen bin ich von einem Alarm geweckt worden. Nach der Konsultation des Handbuches, stellte ich fest, dass der Grund für den Alarm die leere Batterie des Hauses war. So ging nichts mehr. Weder der Kühlschrank, noch die Heisswasseraufbereitung, und auch nicht der Generator. Alles TOT!! Glücklicherweise wird der Gasherd mit dem Feuerzeug in Gang gesetzt, so dass ich mir wenigstens einen Schnellkaffee zum Frühstück machen konnte.

Dann ging’s mit dem Fahrzeug in die Stadt. Gestern hatte ich mir noch vorgenommen zu Fuss zu gehen und die Stadt zu besichtigen. Heute bin ich als erstes zum Gold Rush CG im Zentrum gefahren und habe nach einem Platz für morgen gefragt. Ja, es wären Plätze frei, bereits für heute hätte er mir einen Platz... So habe ich diesen gerne angenommen und mein Chalet an Strom und Wasser angeschlossen.

Der Rest des Tages war dann Stadtbesichtigung angesagt. Dawson City ist eine sympathische Kleinstadt mit viel Sehenswertem. Unter anderem habe ich Filme über die Zeit des Goldrausches und über die Schifffahrt auf dem Yukon River sehen können.

Zum Abschluss des Tages gönnte ich mir den Besuch der 10 Uhr Show in Diamond Tooth Gerties Gambling Hall, jedoch ohne zu spielen. 

Sonntag, 29. Juli 2018

Den heutigen strahlend schönen Tag wollte ich – zumindest teilweise – in den Goldfeldern am Bonanza Creek verbringen. So bin ich zur elf Uhr Führung durch die Dredge Nr. 4 gefahren. Die Dredge Nr. 4 wurde 1912 gebaut und ist die grösste Goldwaschmaschine ihrer Art. Die Führung durch die Innereien dieses Monsters war sehr interessant und die junge Dame die uns führte, hat sich Mühe gegeben, nicht zu schnell zu sprechen. So habe ich den grössten Teil ihrer Ausführungen verstanden.

Danach fuhr ich zum Discovery Claim, wo im Jahr 1896 eine grössere Menge Gold gefunden wurde, wodurch der Goldrausch im Klondyke ausgelöst worden ist. 

Auch den Free Claim habe ich besucht, aber darauf verzichtet, mich als Goldwascher zu versuchen, da dort schon so viele Leute gebuddelt haben, dass es wenig wahrscheinlich ist, dort noch etwas zu finden.

Den Nachmittag habe ich dann mit einem Spaziergang zum Dawson City Museum, zur Commissioners Residence und dann zum Jack London Museum – hier wiederum mit einem Film über den Autor und einem über die Suche nach der Jack London Cabin – verbracht.


Montag, 30. Juli 2018

Eigentlich hätte ich nochmals einen Tag in Dawson verbringen wollen. Da aber der Platz auf dem CG schon reserviert war und zudem schönes Wetter angesagt war, habe ich mich entschlossen den Top of the World Highway bis zur Amerikanischen Grenze und dort den Taylor Highway zu fahren. 

Da alle vom Top of the World Highway geschwärmt haben, habe ich mehr erwartet als dieser dann zu bieten hatte. Zwar unvergleichlich schöne Aussichten über das weite Land, jedoch liessen sich die versprochenen Caribou-Herden in keiner Weise beobachten. Ein einziges Caribou hat sich vor meinem Auto auf die Strasse gestellt und ist dann nach kurzen „Schaulaufen“ wieder im Wald verschwunden.

An der amerikanischen Grenze wurde ich wiederum sehr freundlich und zuvorkommend behandelt. Auch das „Visum“ (ESTA) wurde für gerade mal sechs Dollar um weitere neunzig Tage verlängert, so dass ich jetzt bis am 27. Oktober in die USA ein- und ausreisen kann.

Über den Ort Chicken bin ich dann weitergefahren bis nach Tok und habe dort einen tollen Campingplatz gefunden.

Zudem habe ich mich heute entschlossen, nicht jetzt nach Kanada zurückzukehren, sondern die im ersten Entwurf vorgesehene Runde durch Alaska, über Fairbanks, den Denali Nationalpark, dann Anchorage und die Kenai-Halbinsel, weiter über Whittier und Valdez und erst dann nach Haines, Juneau und Skagway und dann erst zurück nach Kanada mit Whitehorse, Watson Lake und dem Cassiar Highway zu fahren.

Von da aus werde ich dann mein Programm ziemlich stark strecken müssen, um dann rechtzeitig den Camper einzuwintern und in San Francisco auf den Flug zurück in die Schweiz zu gelangen.

Dienstag, 31. Juli 2018

So bin ich heute an das Ende des Alaska Highway in Delta Junction gefahren. Der Besuch des Visitors Centers und des daneben liegenden Sullivan Roadhouse Museum waren dabei selbstverständlich.

Dann geht’s weiter nach Fairbanks. Unterwegs treffe ich auf andere Schweizer Reisende und zusammen geniessen wir den Anblick des höchsten Berges von Amerika, des Mount Denali. Ich habe gehört, dass nur etwa 10 % aller Alaska reisenden den Denali ohne Wolken sehen würden. Heute war er zwar im Dunst, aber vollständig sichtbar und fotografierbar.

Bevor ich in Fairbanks angekommen bin, kam noch der obligate Halt in North Pole, der Heimat des Santa Claus. Das Visitors Center gefiel mir gut, aber im Santa Claus Shop hat mich die Fülle des dort zum Verkauf stehenden Kitsches – neben ein paar schönen Sachen – fast erschlagen und so bin ich nach einem kurzen Rundgang weiter.

In Fairbanks habe ich im Chena River State Campground einen schönen Platz, sogar mit Strom und Wasser, gefunden.

Mittwoch, 1. August 2018

Da es heute ab und zu leicht regnete, eignete sich der heutige Tag sehr gut für meine geplanten Markt- und Museumsbesuche.

Als erstes habe ich dem Tanana Valley Farmers Market einen Besuch abgestattet. Ein sehr schöner Gemüsemarkt, wo ich mich mit frischen Gemüse eingedeckt habe. Daneben werden auch einheimische Kunst- und Handarbeiten verkauft.

Als Zweites war das Fountainhead Antique Auto Museum im Wedgewood Resort an der Reihe. Wie war ich da erstaunt, über die dort ausgestellten wunderschön erhaltenen und gepflegten alten Autos. Eine riesige Sammlung. Daneben wurden Kleider aus der entsprechenden Zeit ausgestellt. Eine super gelungene Kombination.

Das University of Alaska Museum of the North zeigte die Teile des Landes mit ihren Eigenheiten. Was mir hier aufgefallen ist, ist, dass nicht nur die Kanadier die „japanese People“ im zweiten Weltkrieg in Internierungslager gesteckt haben, sondern auch die Amerikaner. Daneben gab’s eine Menge Informationen über Land, Leute und Tiere des Staates.

Den letzten Besuch für heute machte ich im Morris Thompson Cultural und Visitors Center. Neben einer sehr schönen Ausstellung über den Staat Alaska bietet das Center eine Unmenge Informationen über alle möglichen Road-Trips und anderen Reisemöglichkeiten in Alaska. Weiter verfügt das Center über ein anständiges Wi-Fi-Netz, welches morgen dazu dienen wird, die vorliegenden Texte und ein paar Fotos hochzuladen… ;-)

Donnerstag, 2. August 2018

So bin ich nun heute Morgen also wieder ins Morris Thompson Center gefahren und habe hier meine Daten hochladen können. Dann ging’s zum Pioneer Park, einer Ansammlung von alten Sachen, teilweise interessant, wie die Gerätschaften zur Goldsuche, teilweise aber auch ziemlich verlottert. Sogar das Steamboat Nenana, welches eine Attraktion im Pioneer Park sein könnte scheint ziemlich heruntergekommen. Daneben sind in den alten Cabins, alten sehr einfachen Blockhäuschen, sehr viele Souvenir- und andere Shops  untergebracht. Nach einem kurzen Rundgang habe ich genug gesehen und bin dann die fast 100 km nach Chena Hot Springs gefahren. Unterwegs habe ich wieder einmal kurz einen, diesmal etwas grösseren Elch gesehen.

Nach dem Aufstellen des Campers, nur etwa hundert Meter neben dem Bad, habe ich die Pools der Hot Springs besucht. Diese Anlagen in Chena Hot Springs haben mir sehr gut gefallen. Neben dem schönen, für mich etwas zu heissen Badesee draussen, hat es im Innenbereich ein etwas kühleres Bassin zum Schwimmen und zwei „Hot-Pots“ gehabt. Eine Wohltat nach all dem Fahren und Herumlaufen. 

Bei den Hotelanlagen habe ich dann noch ein paar Caribous - oder wie diese bei uns heissen - ein paar Rentiere gesehen. 

Zum Abschluss des Tages habe ich wieder einmal „Brötli“ gebacken. Sehen toll aus und schmecken bestens…

Freitag, 3. August 2018 

Die Wetterprognose für die ganze nächste Woche, mit Denali Nationalpark, dem Denali State Park und Talkeetna sieht durchzogen aus, eher kühl mit etwas Regen. So nützt alles Warten nichts und ich fahre heute in die Nähe des Nationalparks. Schon auf der Strasse nach Fairbanks begegne ich einem weiteren Schwarzbären, aber auch der ist zu stolz um sich fotografieren zu lassen und verschwindet im Gebüsch, als ich Anstalten mache anzuhalten. So geht’s weiter an Fairbanks vorbei bis nach Nenana, am Tanana River. Eine kleine Town mit ein paar schönen Blockhäusern, aber auch ein paar Häusern, welche ich als Baracken bezeichnen würde. Auch Bahnhof und Hafen am Fluss scheinen nicht sehr aktiv zu sein. Die Art Gallery und das Cultural Center erscheinen mir eher als Verkaufsladen für einheimisches Schaffen mit vielen Besuchern, welche mit Cars herangekarrt werden.

Im Visitors Center, welches ich am Schluss besuche, werde ich freundlich auf die verschiedenen „Attraktionen“ der Town hingewiesen. Dabei habe ich alles schon gesehen…

Da scheinbar sämtliche Campgrounds im Nationalpark ausgebucht sind, suche ich mir einen Platz in Healey zwölf Meilen vor dem Parkeingang. Und erhalte einen einfachen CG ohne Infrastruktur.

Samstag, 4. August 2018

Für heute Abend will ich einen CG mit Strom und Wasser. Darum frage ich in Cantwell, etwa neununddreissig Meilen weiter südlich an und erhalte das Gewünschte. So fahre ich heute Morgen zuerst zum Parkeingang um zu sehen, was dort für Morgen buchbar wäre. Die für mich beste Option wäre die Fahrt mit dem Bus bis Eielson. Diese dauert für hin und  zurück rund 8 Stunden. Für 08.30 Uhr habe sie für mich einen Platz frei, beschied mir die freundliche Park Angestelle. So habe ich diesen gebucht. Dann habe ich den Bahnhof oder wie das hier heisst, das Railway Depot besucht um den Zug der Alaska Railway fotografieren zu können. Bei der Einfahrt des Zuges habe ich ein paar schöne Bilder schiessen können und bin dann bis ganz vorne gegangen um die Abfahrt zu fotografieren. Als ich mit meinem Fotoapparat wartete, fragte ich ein Angestellter der Bahn, ob ich den Zug von vorne Fotografieren wolle. Er würde mich begleiten, dann dürfte ich dies. So habe ich noch einmal ein paar Aufnahmen von vorne vom stehenden Zug machen können. 

Als weiteres Highlight konnte ich auf dem Weg zum Campground eine Elchdame mit zwei Jungen beobachten und fotografieren. Es sind eindrückliche Tiere, die Elchkuh fast so gross wie ein Pferd.

Den Rest des Nachmittages habe ich auf dem Campground mit dem neu Planen des zweiten Teils meiner Reise, und der Reservation von Fährpassagen und – des Rückfluges in die Schweiz, verbracht. Nachdem ich Alaska wieder ins Programm genommen habe, musste ich die Nationalparks Jasper und Banff sowie den gesamten Teil der Reise auf Vancouver Island aus diesem streichen.

Sonntag, 5. August 2018

Der Besuch des Denali Nationalparks mit dem Bus vom Aramark für gerade mal fünfzig Dollar ist heute auf dem Programm. Versprochen wird eine acht-stündige Fahrt hinein in den Park bis zum Eielson Visitors Center mit Wild Life Watching. So bin ich etwas vor acht Uhr beim Bus Depot, wo die Abfahrt um acht Uhr dreissig stattfinden soll. Es hat einiges an Leuten hier, die mit mir auf diesen Bus warten. Dieser verspätet sich wegen “technischen“ Problemen. So wird einfach der nächste Bus, welcher eigentlich die neun Uhr Leute hätte führen sollen unser 08.30 Uhr Bus und wir fahren mit fast einer halben Stunde Verspätung ab.

Bis zur Ranger Station, einem Tor, von wo aus nur noch bewilligte Fahrten gemacht werden dürfen, ist die Strasse geteert, das sind etwa 15 Meilen. Die restlichen rund 65 Meilen sind „Gravel Road“. Nun wird nach Elchen, Bären, Wölfen und Caribous Ausschau gehalten. Beim ersten Halt erspähen wir unseren ersten Grizzly, mit einem Jungen. Leider aus sehr grosser Distanz. Dann geht’s weiter. Plötzlich: Stopp, Bear left… und tatsächlich, ein riesiger Grizzlybär ist am Fressen und lässt sich durch uns nicht stören. So können die ersten Fotos geschossen werden. Etwas weiter hinten, wo die Strasse teilweise recht eng ist und auch am Abhang nach führt, sehen wir dann von sehr weit weg ein paar Dall-Sheeps. Auch hier ist das Resultat beim Fotografieren nicht befriedigend. Bis wir in Eielson ankommen, haben wir zwei grosse Grizzlys und ein Junges, einige Dall-Sheeps von weitem und dann noch zwei Caribou auf Fotodistanz gesehen. Auf der Rückfahrt sind dann noch ein grosser Grizzly, eine Grizzly Mama mit zwei Jungen und zum Schluss eine Elchdame mit Jungem dazu gekommen.

Etwa um fünf Uhr am Abend sind wir wohlbehalten und sehr zufrieden, wir hatten einen sehr guten Chauffeur, welcher den Bus bestens beherrschte und dazu noch die Tiere ausfindig machen konnte, im Bus Depot beim Parkeingang angekommen.

Der einzige Wermutstropfen ist, dass wir den Denali, den höchsten Berg von Nord-Amerika, nur bis etwa in die Hälfte – von Unten – sehen konnten.  Trotzdem – ein toller Ausflug…

Montag, 6. August 2018

Auch heute ist das Wetter regnerisch und so ist leider auf der ganzen Fahrt ausser Wald und Nebel oder Wolken, nicht viel zu sehen. Geplant war von Cantwell nach Talkeetna zu fahren. Da mir aber Talkeetna, ein kleiner Ort mit fast nur Souvenirläden und Restaurants und einem Campground auf Kies mit einem Camper neben dem Anderen, gar nicht gefiel, beschloss ich, bis nach Wasilla oder nach Palmer zu fahren. In Wasilla habe ich dann das Museum of Alaska Transportation und Industry besucht. Eine Ansammlung von Schrott und Wracks, alte Flugzeuge, Eisenbahnen, Autos, Boote und Maschinen, aber alle in einem eher erbärmlichen Zustand. Kein Vergleich mit dem Automuseum in Fairbanks.

Beim Visitors Center hat die etwas kurz angebundene Dame mir dann zwei RV-Parks auf dem Weg nach Palmer angegeben. Leider habe ich bis Palmer weder den Big Bear, noch den Fox Run RV Park gefunden. So fragte ich in Palmer im Visitors Information nochmals und bekam, neben einer freundlichen Antwort auch einen Plan, um die Beiden mir vorgeschlagenen Parks zu finden. Auf dem Matanuska River Park habe ich dann einen Platz mit Strom gefunden.

Dienstag, 7. August 2018

Heute Morgen regnet es wie aus Kübeln. So beschliesse ich, nach dem Besuch des Palmer Museums, welches ausser den Geschichten von der Kolonialisierung in den Depressionsjahren um 1930 für mich wenig Spannendes zeigte. In den 1930er Jahren hat die amerikanische Regierung Leuten Geld bezahlt, wenn sie bereit waren, im Matanuska Valley zu siedeln und eine Farm zu führen. So sind aus den Staaten des Mittleren Westens, Michigan, Wisconsin und Minnesota etwa zweihundert Familien rekrutiert worden, welche in Alaska neu beginnen sollten. Heute scheinen diese Farmen als Milch- und Gemüseproduzenten ihren Erfolg zu haben.

Nach dem Museum noch einen Kurzbesuch im Showgarten, wo die hier riesig wachsenden Gemüse gezeigt werden.

Danach ging‘s direkt nach Anchorage in den Golden Nugget RV Park, wo ich bis Samstag bleiben werde. 

Erst am späteren Nachmittag habe ich noch einen kurzen Besuch in Downtown Anchorage gemacht. Sogar einen öffentlichen Verkehr scheint die Stadt zu kennen. So konnte ich mit dem Bus bis mitten in die Stadt fahren. Nach einem etwa halbstündigen Spaziergang hat es dann wieder begonnen wie aus Kübeln zu giessen und so habe ich mich gerne wieder in mein Chalet zurückgezogen.

Mittwoch, 8. August 2018

Da ich trotz Ferien meine Rechnungen bezahlen muss, war heute Morgen Administration angesagt. Danach Bus in die Stadt und Rundgang in Downtown, wo ich zuerst eine nette Coiffeuse gefunden habe und dann im „Paris“ Café eine knusprige Baguette kaufen konnte. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Schreiben, Spielen und Faulenzen.

Donnerstag, 9. August 2018

Der zweite Service für mein Auto, ein Grosser nach 8000 Meilen, ist fällig. So habe ich das Auto, wie vor etwa einer Woche telefonisch vereinbart, um halb neun Uhr zum Alignment Center an der 100 East 51 Avenue gebracht. Auch hier war die Übergabe recht formlos und wir vereinbarten, dass ich das Auto am Nachmittag ab zirka 16 Uhr wieder abholen könne. Als ich auf dem Weg in die Stadt war – wieder einmal mit dem Bus – erhielt ich den Anruf, dass zwei Pneus gewechselt werden müssten. Da ich damit gerechnet hatte, konnte ich so einfach zusagen und damit hatte es sich. In Anchorage habe ich dann den Walmart und das Museum of Anchorage besucht. Die Zeit ging recht schnell vorbei und kurz vor vier Uhr war ich dann wieder bei der Garage, um das Auto abzuholen. Der Service und die zwei Pneus kosteten dann nur etwa halb so viel wie ich gerechnet hatte. Dann ging‘s zurück zum Golden Nugget Campground, wo ich noch zwei Nächte bleiben will.

Freitag, 10. August 2018

Den heutigen „Reservetag“ habe ich eingeplant, da ich nicht wusste, wie viel Zeit ein grosser Autoservice beim Chalet in Anspruch nehmen würde. So habe ich heute Zeit für mich. Am Morgen Wäsche waschen und Chalet putzen und dann am Nachmittag noch eine etwa dreissig Kilometer lange Stadtrundfahrt mit den Anchorage-Transit. 

Samstag, 11. August 2018

Regentag. Bei strömendem Regen fahre ich von Anchorage weg auf die Kenai Halbinsel. Der Besuch von Girdwood wird zu einer kurzen Stadtrundfahrt, da das Wetter dermassen schlecht ist, dass es keinen Sinn hat auf den Mount Alyeska mit dem Aerial Tram zu fahren.

Dann fahre ich nach Kenai, wo ich im Visitor Center nach einem Camground frage. Sie würde mir den Centennial Campground in Soldotna empfehlen, war die Antwort der jungen Dame. Leider konnte sie mir nicht einmal auf der Karte zeigen, wo dieser Platz denn auch zu finden sei. So fuhr ich zurück nach Soldotna und fand dann den Platz relativ schnell.

Ein schöner, aber einfacher Campingplatz im Wald ohne irgendwelche Anschlüsse. So habe ich dann wieder einmal den Generator gebraucht, um zu heizen. 

Sonntag, 12. August 2018

Heute soll’s nach Homer gehen. Leider regnet es in Soldotna immer noch und so fahre ich bei nassem kaltem Wetter gegen Süden. Glücklicherweise hat es dann ein wenig aufgemacht und in Homer war zumindest trocken. Der dortige Heritage RV Park auf Homer Spit war dann der teuerste Campground, welchen ich bis jetzt bezahlt habe, dafür hatte ich einen Platz direkt am Meer. Am Nachmittag bin ich dann ganz hinaus auf den Spit spaziert und habe den Fischern im Fishing Hole beim Lachfischen zuschauen können. Etwas weiter draussen habe ich dann noch einer jungen Lady zugeschaut, wie diese Halibut zerlegt und filetiert hat. Am Ende des Spit ist eine Appartement-Siedlung, welche mir sehr gut gefallen hat. Auf dem Rückweg zum Camper habe ich dann noch die verschiedenen Gift-Shops und anderen Läden bewundert.

Montag, 13. August 2018

Von Homer ging es heute wieder zurück nach Soldotna, mit mehreren Zwischenhalten an der Küste. Bei einem Halteplatz, welcher mit „Scenic View“ bezeichnet war, bin ich über ein Grasfeld bis zum Meeresufer gegangen. Das Ufer dort sieht ein wenig ähnlich aus, wie die Klippen in Süden von England bei Brighton. 

In Soldotna habe ich im River Banks RV Park einen Platz bezogen, da ich heute nicht im Centennial CG übernachten wollte. Die Temperatur ist so tief gesunken, dass ich zumindest Strom haben wollte, um nicht mit Gas heizen zu müssen. 

Am Nachmittag wurde wieder einmal Brot gebacken und am Abend habe ich nach einem feinen Nachtessen noch einen Spaziergang über die Brücke über den Kenai River gemacht. 

Auch  hier viele Leute am Lachs fischen.

Dienstag, 14. August 2018

Auch heute ist das Wetter nicht so toll. So bin ich zuerst ins Soldotna Museum gefahren und habe dort eine etwa einstündige Führung durch die beiden Museumsdamen genossen.  Soldotna wurde im Jahr 1947 durch Siedler gegründet. Dies waren Veteranen aus dem zweiten Weltkrieg, denen dort gratis Land zur Verfügung gestellt wurde. 

Nach dieser Geschichtsstunde fuhr ich nach Seward. Dort fand ich auf dem Municipal Campground, welcher direkt am Meer liegt einen Platz in der zweiten Reihe und stellte dort mein Chalet ab. Dann ging’s zu Fuss dem Meer entlang, wo ich einen See-Otter entdeckte, welcher sehr nahe am Ufer schwamm und sich putzte.

Danach ging ich ins Sea Life Center, welches aber dann für den Preis von 23 Dollars meine Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Mittwoch, 15. August 2018 

Am Morgen habe ich im Hafen von Seward ein Kreuzfahrtschiff gesehen und habe versucht dieses von etwas näher anzuschauen. Leider konnte ich nicht in die Nähe des Schiffes gelangen und so habe ich mich entschlossen, das Seward Depot, den Bahnhof zu besuchen. Da mehrere Leute hier warteten konnte ich annehmen, dass der Zug in der nächsten Zeit einfahren würde. In zehn Minuten, war die freundliche Antwort des Bahnangestellten, den ich dann traf – und sie seien pünktlich! Und so war es. Die Alaska Railway traf genau zur geplanten Zeit ein und ich konnte wieder ein paar Fotos schiessen. Danach spazierte ich dem Meer entlang zurück nach Downtown Seward und bin das Museum anschauen gegangen. Für die vier Dollar, welches diese kostete waren sogar zwei interessante Filme über das Iditarod, das Schlittenhunderennen über mehr als 1500 Meilen nach Nome und über das grosse Erdbeben von 1964 mit dem anschliessenden Tsunami. 

Donnerstag, 16. August 2018

Heute Morgen ist wieder einmal recht angenehmes Wetter, deshalb fahre ich zuerst zum Exit Glacier. Dort wandere ich bis hinauf zum Glacier Overlook, von wo aus man einen wirklich schönen Überblick über den Gletscher und das unten liegende Geröllfeld hat. Dann fahre ich in das Goldgräberstädtchen Hope. Dort finde ich auf Anhieb einen Platz am Meer mit Stromanschluss. Bei diesen Temperaturen sehr wünschenswert. Der Besuch des Hope Sunrise Museum mit vielen schönen Ausstellungsstücken, aber auch hier wieder mit ein paar schrottreifen Maschinen und Maschinenteilen, wo ich nicht sehen kann, was damit gemacht worden ist.

Freitag, 17. August 2018

Da auch heute Morgen das Wetter wieder einmal mitspielt, kann ich zuerst hinaus zum Strand spazieren. Dort sehe ich neben den üblichen Möwen, eine Schar Gänse, die zum Meer hinaus watschelt. Am Vormittag fahre ich dann nach Whittier, mit einem Zwischenhalt am Canyon Creek, wo ich zur Brücke hinunter spaziere, in der Hoffnung vielleicht hier einen Bären zu sehen, der am Lachse fischen ist. Leider auch hier nichts.

Whittier ist nur durch einen einspurigen Tunnel, welcher Autos mit der Eisenbahn zu teilen haben, erreichbar. Als ich zur Zahlstation komme bescheidet mir die Dame freundlich: Sie können fahren, nehmen Sie Lane 5. Und wirklich, die Ampeln stehen auf grün und so komme ich ohne eine Minute warten zu müssen in und durch den Tunnel.

In Whittier habe ich ein Städtchen mit etwas Infrastruktur erwartet. Aber Whittier ist ein Hafen, ein paar Shops um den Hafen herum, einem Hochhaus, welches zur Zeit des kalten Krieges durch das Militär erbaut wurde und heute die meisten Einwohner von Whittier beherbergt. Daneben ein Hotel, mit Museum und General Store und dann noch ein paar Ruinen, welche auch aus der Zeit des kalten Krieges vom Militär zurückgelassen wurden.

Der Creekside Campground ist eine Geröllhalde mit ein paar Abstellplätzen für Camper, welche in die Büsche hinein gehauen worden sind. Leider auch hier keine Infrastruktur. 

Samstag, 18. August 2018

Whittier ist ein Regenloch. Den ganzen Morgen regnet es. Am Vormittag gehe ich zum Meer. Beim Hafen steht heute ein riesiges Kreuzfahrtschiff, die Golden Princess. Einen Moment sehe ich dem Treiben zu, denn es werden mit Bus und Zug Leute herangekarrt. Dann gehe ich zu dem Verkaufshäuschen der Phillips Cruises, wo mir eine freundliche Dame erklärt, was für wieviel zu kaufen ist. So habe ich die Glacier Quest Cruise, die kürzere Tour, gebucht. In fünfzehn Minuten ist Boarding. So fahren wir aufs Meer hinaus. Ich sitze vis-à-vis von einem jüngeren Amerikaner aus der Umgebung von Seattle, welcher als Monteur in Anchorage arbeiten sollte. Aber da der „Contractor“ nicht parat ist, kann er heute nicht arbeiten und hat den zwangsfreien Tag genutzt, um diese Tour zu machen. Vorbei an einem alten Schiffswrack fahren wir dann, vorbei an Wasserfällen und kleineren Gletschern, die bis ins Meer hinein ragen, zum Blackstone Glacier, welcher mit blauem und weissem Eis bis ins Meer hinab ragt. Eindrücklich – und kalt!

Auf der Rückfahrt, vorbei an weiteren grösseren und kleineren Eisfeldern, sehen wir dann als einziges „Wildlife“ zwei Seeotter, die das Schiff einen kurzen Moment begleiten. Kurz vor der Hafeneinfahrt macht uns dann noch ein Weisskopfseeadler seine Aufwartung. Am Abend bin ich dann noch das Auslaufen der Golden Princess zuschauen gegangen. Zuerst weg vom Quai und dann kehren fast auf Platz, interessante Manöver, vor dem Ausfahren aus dem Hafen. Bevor ich zum Camper zurück ging hatte ich noch Gelegenheit einen Weisskopfseeadler zu fotografieren. 

Sonntag, 19. August 2018

Dauerregen und kalt! Nachdem am Vormittag der Generator ausgestiegen ist, musste ich mit Gas heizen. Vor dem Mittag habe ich dann das Whittier Museum besucht, welches vor allem Ausstellungsstücke über die Vergangenheit von Whittier als Militärhafen im kalten Krieg zeigte und dann noch einiges über den WWII, besucht.
Am Nachmittag ging ich tanken, da ich hoffte, der Generator würden dann wieder funktionieren. Leider ohne Erfolg. So habe ich den Rest des Tages im Camper verbracht und bin noch nie so früh wie heute ins Bett gegangen (dort war‘s wenigstens warm).

Montag, 20. August 2018

Nach dem Frühstück habe ich hinunter zu dem Fährhafen fahren wollen, aber beim Motor ging gar nichts mehr. Kein einziges Lämpchen brannte mehr und die Zündung tat keinen Wank. So musste ich dem Whittier Towing telefonieren, welcher dann mit dem Kabel die Batterien überbrückte. Glücklicherweise funktionierte das und so konnte ich bei der Fähre einchecken. Nach einer kurzen Wartezeit gings dann auf die Fähre. Diese war sehr gut gebucht und so mussten die Fahrzeuge, damit alle Platz fanden, sehr eng gestellt werden. In strömendem Regen und teilweise im Nebel fuhren wir dann die fast sechs Stunden übers Meer nach Valdez. Auch hier war das Wetter nicht besser und ich war froh, im Bear Paw Camper Park, in Downtown Valdez einen Platz mit „Full-Hook-up“ zu finden.

Dienstag, 21. August 2018

Auch heute Morgen hat der Regen nicht aufgehört. Glücklicherweise konnte ich bis nach neun Uhr schlafen. Nach dem Frühstück habe ich beschlossen, die drei Museen hier zu besuchen.

Zuerst das Valdez Museum, ein wunderschön gestaltetes Museum über das Leben im Ort. Dann das Old Vadez Exhibit, ein Museum über die Geschichte von Valdez bis zum Erdbeben im 1964, wo ein grosser Teil des Ortes zerstört wurde, da der Ort auf „Kies“ gebaut war. In einem informativen und interessanten Film konnte ich die Geschichte des Erdbebens und des nachfolgenden Tsunami „miterleben“. Das neue Valdez ist etwa vier Kilometer von „Old Valdez“ entfernt neu aufgebaut worden.

Als drittes Museum besuchte ich das Maxine & Jesse Whitney Museum, welches sehr viele ausgestopfte Tiere der Gegend und viele Gegenstände der Native People ausstellt.

Nachdem ich von meinem Rundgang, welchen ich dank einigen Aufhellungen fast vollständig trocken machen konnte, zurück im Camper war, hat dann der Regen wieder angefangen. 

Die restliche Zeit habe ich mit „Administration“ verbracht, dank dem hier wieder einige Zeilen zu lesen sind…

Mittwoch, 22. August 2018

Heute Morgen regnet es endlich einmal nicht. So beschliesse ich, nach einem Kurzbesuch in Old Valdez, die Salmon Gulch Hatchery auf der anderen Seite des Meeresarmes zu besuchen. Dort sehe ich eine Unmenge Lachse, viele Möwen, ein paar Seehunde und einen Schwarzbären. Dieser ist an einem Bach am Lachse fischen. Er kann sich die besten Stücke auswählen, es sind so viele Lachse im Bach, dass er nicht zu jagen braucht. 

Dann geht’s vorbei am Keystone Canyon, den Horsetail Falls und den Bridalveil Falls hinauf auf den Thompson Pass. Dann vorbei am Worthington Glacier, bei dem ich beim Zwischenhalt auf zwei Schweizerinnen treffe, die in der anderen Richtung unterwegs sind. Es ergibt sich ein interessanter Austausch. 

Danach fahre ich ohne weiteren Zwischenhalt nach Glennallen, wo ich im Visitors Information nach dem Campground frage. Der Nächste liege etwa eine halbe Meile vom Center entfernt. So fahre ich zum Northern Nights Campground und RV Park, wo am Abend alle Gäste zu Kaffee und Kuchen eingeladen sind. Dort treffe ich wieder auf die vier Schweizer, welche ich auf der Fähre kennen gelernt habe. Auch hier können wir interessante Erfahrungen austauschen.

Donnerstag, 23. August 2018

Heute werde ich den Kreis in Alaska schliessen. Es geht von Glennallen zurück nach Tok. Auch heute Morgen ist das Wetter soweit gut. Nach einem kurzen Abstecher ins Dorf Glennallen, um etwas Kleines einzukaufen und eigentlich um das dortige Museum zu besuchen. Dieses ist aber leider geschlossen. So fahre ich mit ein paar Zwischenhalten an „Scenic Views“ direkt nach Tok, wo ich wieder den gleichen Campground buche, wie am 30. Juli, als ich meine Alaska Runde begonnen hatte. Am Nachmittag scheint in Tok sogar die Sonne. Damit beginnt nun meine Rückreise, welche am 16. Oktober mit dem Rückflug ab San Francisco abschliessen soll.

Freitag, 24. August 2018

Die heutige Fahrt von Tok nach Beaver Creek, bzw. dann bis White River verlief problem- und ereignislos. Auch der Grenzübertritt nach Kanada war in ein paar Minuten erledigt. Ein aufgestellter, freundlicher Beamter hiess mich in Kanada willkommen. Als ich dann bereits knapp nach Mittag in Beaver Creek ankam, beschloss ich noch etwa eine Stunde weiterzufahren. Der nächste Campground mit allem Drum und Dran sei in White River, der Discover Yukon Campground, etwa fünfzig Kilometer südlich. Dieser Abschnitt des Alaska Highway ist aber in einem so desolaten Zustand, dass es gut war, dass ich für die Fahrt etwa eine Stunde eingerechnet hatte. Der RV-Park beim White River ist „anywhere in nowhere“, aber der Platz ist sehr schön. Im Gelände sind alte Armeefahrzeuge vom Bau der Strasse abgestellt und verrotten vor sich hin.  

Samstag, 25. August 2018

Von White River ging’s ohne Halt bis zum Tachäl Dhäl Visitor Information Center, welches für die Besucher des Kluane National Park Informationen bereithält. Bei diesem Center sollte man auch Dall Sheeps sehen. Leider war das Wetter hier wieder einmal miserabel und von Tieren war keine Spur zu entdecken. So ging es weiter bis zum Kluane Museum of Natural History in Burwash Landing. Von aussen ein eher bescheidenes Gebäude, aber innen sehr schön in Holz eingerichtet. Das Wild Life Museum präsentiert eine grosse Vielfalt der im Yukon vorkommenden Wildtiere.

Dem Kluane Lake entlang ging’s dann nach Haines Junction, ins auch sehr schön gemachte Visitors Center, wo ich von einer freundlichen Angestellten die notwendigen Information erhielt. Auch die dazugehörende Ausstellung über den Kluane Nationalpark und das entsprechende Video waren sehenswert.   

Sonntag, 26. August 2018

Heute bin ich für meine Verhältnisse früh aufgestanden, da ich genügend Zeit für die Fahrt nach Haines haben wollte. Im Yukon Wildlife Viewing Guide sind verschiedene Viewpoints aufgeführt, wo es heisst: Watch for Moose an Bear. So bin ich – heute zuerst kurz im Nebel, dann aber bei strahlendem Sonnenschein mit vielen Stopps an den beschriebenen Stellen nach Süden gefahren. Auch die Million Dollar Falls mussten natürlich besucht werden – ein kleiner Wasserfall, welcher in eine Schlucht führt. Was hier wohl Million Dollar war?

Dann führte der Highway über eine wunderschöne Hochebene in den Bergen, wo ich am Wegrand einen Red Fox sehen konnte. Leider reichte es auch hier nicht für Fotos.

Auch der Grenzübertritt in die Staaten verlief problemlos, diesmal wurde ich sogar auf Deutsch interviewt.

In Haines habe ich einen sehr schönen RV Park am Meer am Ende der Main Street gefunden. Beim Einchecken hat mir die Dame erzählt, dass ich am Abend zum Chilkoot Lake fahren solle, dort habe es Grizzly Bärinnen mit Jungen.

So bin ich am frühen Abend dorthin gefahren. Zuerst habe ich nur von weitem eine Bärenmama mit zwei Jungen gesehen. Leider hatte es so viele Leute, dass es schwierig war Fotos zu machen.

Bevor ich dann ins Dorf zurückfuhr, habe ich bei der Brücke nochmals angehalten und bin auf die Brücke schauen gegangen, ob hier noch Bären zu sehen wären. Und tatsächlich, eine Grizzly-Bärin mit ihren drei Jungen kam vom Meer her auf die Bücke zu. Und anstatt unter der Brücke durch, kam die Bärin mit ihren Jungen über die Brücke auf uns zu, ging dann aber früh genug wieder ins Gelände, so dass wir – trotz Herzklopfen, nie in Gefahr waren und einige sehr schöne Aufnahmen von diesen Vier machen konnten.

Montag, 27. August 2018

Der heutige Tag ist für die drei Museen in Haines vorgesehen. Zuerst das Sheldon Museum, mit  über das Leben und die Native People in Haines, dann das Hammer Museum, wo mehr als zwei Tausend Hammer ausgestellt sind und als letztes die American Bald Eagle Foundation, wo eine grossartige Sammlung von allen hier vorkommenden Tieren zu bestaunen ist. 

Am Nachmittag habe ich mich dann von den zwei Schweizer Paaren, Beat und Irène, Thomas und Brigitte, verabschiedet, denen ich am Montag auf der Fähre von Whittier nach Valdez begegnet bin und die in den letzten Tagen jeweils die gleiche Route fuhren und auf den gleichen Campgrounds übernachtet haben. Ihre Reise geht nun nach Skagway, Whitehorse und dann über Dawson City und den Top of the World Highway zurück nach Alaska. Meine geht heute auf die Fähre nach Juneau. Und das heisst wieder warten. Die Fähre fährt erst um 23.15.

Dienstag, 28. August 2018

Nachdem wir gestern Abend pünktlich verladen und abfahren konnten, bin ich auf der Fähre sofort in meine Kabine 148 gegangen und habe versucht zu schlafen. Nach etwa drei Stunden Schlaf bin ich um 02.20 Uhr wieder  erwacht. Danach bin ich noch etwas die Fähre erkunden gegangen. Diese fährt nach Juneau weiter bis hinunter nach Bellingham im Washington State.

Auch in Auke Bay, Juneau sind wir pünktlich angekommen und konnten ausschiffen. Dann begann das grosse Suchen. Wo verbringe ich den Rest der Nacht? Also bin ich der Küste entlang nach Juneau, dann durch die Stadt bis wieder ans Meer gefahren. Dort habe ich dann einen grösseren Parkplatz am Meer gefunden, wo ich den Camper abgestellt habe. Bereits am Morgen um sieben Uhr ist dann um den Camper herum Betrieb aufgekommen. Einige Hobbyfischer sind am Meer Lachse fangen gegangen.

So habe ich Frühstück gemacht und bin dann zur Visitors Information gefahren. Da diese um acht Uhr erst aufmachte, konnte ich noch einen Moment dem Meer entlang spazieren und das Treiben um die drei bereit vor Anker liegenden Kreuzfahrtschiffe beobachten.

Dann Visitors Information, wo ich wissen wollte, was die „Must see’s“ in Juneau seien. Da es heute in Strömen regnete empfahl die Dame mir das Alaska Museum, dann das City Museum und den Besuch des Alaska State Capitol, welche ich dann auch in dieser Reihenfolge angeschaut habe. Das Alaska State Museum ist in mehrere Teile aufgeteilt, welche über die Native People, den zweiten Weltkrieg (Japaner in Atu und Kiska – zwei Aleuten-Inseln), die Geschichte um den Goldrausch und weitere interessante Themen Auskunft geben.

Das City Museum zeigt die Geschichte der Stadt Juneau von der Gründung bis heute.

Was mich im Alaska State Capitol besonders beeindruckt hat, ist dass ich mich dort frei bewegen konnte, keine Kontrolle, keine sichtbaren Sicherheitsleute. Nur freundliche Angestellte und ein paar Bescher. Scheinbar kann man bis zum Governor alle dort regierenden und arbeitenden Leute besuchen.

Dann, kurz nach Mittag, bin ich auf die Suche nach einem Campground gegangen. Nach zwei Fehlversuchen, hat es beim dritten Anlauf geklappt. Auf dem Spruce Meadows Campground und RV Park habe ich einen schönen, ruhigen Platz mit „full-hook-up“ erhalten.

Den Rest des Nachmittages habe ich genutzt um mich etwas auszuruhen und auf den morgigen Tag vorzubereiten.    

Mittwoch, 29. August 2018

Heute ist Schönwetterprogramm… Zuerst der Besuch des Mendenhall Glaciers, mit den Nugget Falls. Dort hatte ich als Erstes eine Eintrittsgebühr zu bezahlen. Für fünf Dollar konnte ich zwei Stunden dort verbleiben. Diese habe ich dann auch genutzt um ein paar Fotos vom Gletscher zu machen und den Wasserfall, nach einem Spaziergang von etwa zwei Kilometern, zu besuchen. Beim Zurückgehen bin ich dann noch in die Visitors Information dort gegangen. - 

Als Nächstes stand der Besuch des „Shrine & Chapel of St. Therese“ am Meer nach Auke Bay auf dem Programm. Ein schöner Platz. Dort habe ich dann den Patrick, eine 72-jährigen Herrn der in der Nähe von Juneau wohnt, getroffen, welcher mich gefragt hat, woher ich komme und mir dann einige Teile seiner Lebensgeschichte erzählt hat. Auch wollte er von mir wissen woher und wohin. Eine interessante und interessierte Person.

Danach bin ich zum Jensen-Olsen Arborium, einer schönen Parkanlage am Meer gefahren. Auch dort hat sich ein kurzes aber interessantes Gespräch mit einer dort arbeitenden jungen Gärtnerin ergeben.

Weiter ging‘s  bis zur Eagle Beach, wo ich am Meer das schöne Wetter genossen habe. Heute sogar ohne Jacke. Als ich dort etwas das Gelände erkunden ging, habe ich einen Königsadler aus einem Baum aufgeschreckt. Als ich dann diesen am Himmel suchte, habe ich zwei Golden Eagles, wie die Königsadler hier heissen und etwa ein halbes Dutzend Bald Eagles – Weisskopfseeadler – gesehen.

Trotzdem mir die Dame vom Visitors Info gestern davon abgeraten hat, weiter nach Norden zu fahren, bin ich dort weiter. Kurz bevor die Strasse aufgehört hat, habe ich weit voraus etwas Schwarzes auf der Strasse gesehen. Als ich Näher kam, habe ich festgestellt, dass es eine Bärenmama mit einem Jungen war. Leider ist diese, als ich näher war, im Wald verschwunden. Als ich angehalten hatte, um zu sehen, ob ich die Bärin im Wald irgendwo sehen könne, ist von der linken Seite ein junger Nachzügler aufgetaucht und hat vor meinem Auto die Strasse überquert. 

Danach retour zur Eagle Beach, wo ich einen Königsadler am Meer landen sah. Anhalten und zurücklaufen. Leider ist der Adler dann davongeflogen, dafür konnte ich einen Seehund beim Sonnenbaden auf einem kleinen Felsen beobachten.

Via Fährschiffbüro, wo ich fragte, ob ich bereits heute Abend einchecken könne – leider nein - ging‘s dann, nach einer weiteren „Alaska-Story“* zurück zum Campground. 

*separater Abschnitt – Fähre Kennicott – eine unglaubliche Geschichte

Fähre Kennicott

Die Fähre war Abfahrbereit, die Leinen los und das Schiff hat begonnen, sich zu bewegen, als ein Taxi beim Zugang anhielt und eine Familie mit zwei Kindern ausstieg. Die Frau rannte zum Tor und schrie, dass sie noch mit der Fähre mit müssten. Ich dachte – Fähre verpasst – Pech! Aber Alaska ist nicht irgendwo. Die Abfertigungs-Frau hat die Familie bemerkt und dann die Fähre gestoppt. Dann fuhr die Fähre zurück, es wurde wieder korrekt vertäut und das Tor geöffnet. Die Familie konnte aufs Schiff gehen, dann wurde das Tor wieder geschlossen, die Leinen los und die Fähre konnte mit einer Verspätung von nicht ganz einer halben Stunde abfahren.

Die Freundlichkeit und Zuvorkommenheit der Fährleute hat mich tief beeindruckt…


Donnerstag, 30. August 2018

Heute Morgen ist bereits kurz vor fünf Uhr Tagwache. Ich muss um sechs Uhr in Auke Bay an der Fähre einchecken. Dieses klappt dann auch problemlos. Auch heute kommt einer nach dem Schliessen der Tore und auch heute wird nochmals Vertäut und der Nachzügler hineingelassen. Dann wird abgefahren und unsere Fähre legt ein ziemliches Tempo vor. Bereits kurz nach der Abfahrt sehe ich eine Fontäne von einem Wal. Leider ist dies auf der ganzen Überfahrt das einzige Zeichen, das wir von Walen sehen. Dann der Zwischenhalt in Haines und weiter durch den Lynn-Canal hinauf nach Skagway. Dort sehe ich als Erstes drei riesige Kreuzfahrtschiffe. Zwischen diesen legt dann unsere Fähre an.

Im Municipal Campground, dem Pullen Creek CG konnte ich eine schönen, ruhigen Platz ergattern.

Der erste Eindruck beim Besuch des Städtchens war eher ernüchternd, hunderte von Touristen, ein Schmuck- und Souvenirshop nach dem Anderen.

So bin ich nach dem kurzen Rundgang und einem Einkauf zum Camper zurückgegangen und haben den Rest des Nachmittags hier verbracht.  

Freitag, 31. August 2018

Am Morgen regnet es wieder einmal. So beschliesse ich zuerst für mich Brötli zu backen und erst nach dem Mittag hinaus zu gehen. Die Brötchen werden immer besser und auch das Wetter wurde immer schöner. So bin ich kurz nach dem Mittag zu einen weiteren Rundgang durch Skagway aufgebrochen. Zuerst die drei neuen Kreuzfahrtschiffe fotografieren, dann ins Klondike Gold Rush Center und das Visitors Information Center. Dort erhalte ich die gewünschten Infos und sehe mir das Städtchen an. Das Skagway Museum ist am Freitag geschlossen, so wandere ich die etwa drei  Kilometer zum Gold Rush Cemetery, wo ich die Gräber der „Stadthelden“ Jefferson R. „Soapy“ Smith, dem Gangster, mit einem einfachen Grab und der Inschrift auf einer Holztafel und Frank H. Reid, dem „Befreier von Skagway“, mit einem Denkmal aus Stein, befinden. Soapy Smith wurde von Frank Reid im Duell erschossen. Danach habe ich die Reid’s Falls, einen kleinen Wasserfall in der Nähe des Friedhofes besucht.

Auf dem Rückweg habe ich im Bio-Laden Salat für zum z‘Nacht und Blueberrys fürs Dessert gekauft. 

Ein rundum gelungener Tag!

Samstag, 1. September 2018

Nach dem Besuch des Skagway Museums, welches interessante Beiträge zum „Gold-Rush“ und zur Geschichte der Stadt Skagway aufzeigte, bin ich auf nach Norden. Direkt bis zu den Canada Customs, wo mich eine etwas mürrische Beamtin* ausfragte. Dann musste ich auf die Seite fahren und warten. Glücklicherweise kam sie dann recht rasch zurück und beschied mir freundlich, dass alles ok sei und ich weiterfahren könne.

Weiter ging‘s bis Carcross, wo ich „die kleinste Wüste der Welt“ anschauen ging. In Wirklichkeit ist es gar keine Wüste, sondern ein ausgetrockneter See.

Dann fuhr ich nach Whitehorse, wo ich nach  dem Besuch des Sternwheelers Klondike den Hi-Country RV-Park aufsuchte, wo ich einen angenehmen Platz erhielt.

*heute weiss ich auch warum - ein Hans Roth mit ähnlichem Geburtsdatum wurde gesucht und ist mir dann im nächsten Jahr an der Grenze nach Waterton, beim Officer Nelson wieder begegnet. 

Sonntag, 2. September 2018

Der heutige Tag hat als totaler „Frust-Tag“ angefangen. Zuerst einmal regnete es wieder in Strömen. Und mein Auto verliert Öl, wahrscheinlich Getriebe-Öl und so will ich nicht herumfahren. 

So bin ich ins Office des Campgrounds gegangen um zu fragen, wie lange man laufen müsse um nach Downtown Whitehorse zu gelangen. Etwa eine Stunde, war die Antwort. Dann sind wir auf die Autovermietung gekommen und der „Diensthabende“ hat der Driving Force Autovermietung telefoniert. Die haben einen Shutel-Servie geschickt und so bin ich zu meinem Mietwagen, einem schönen fast neuen Chrysler Cruze LT gekommen. Mit diesem bin ich dann zuerst zum Yukon Transportation Museum gefahren, dann bin ich das Yukon-Beringia Interpretive Center anschauen gegangen.

Nach dem Mittag bin ich dann nach Takhini Hot Springs gefahren und habe dort die heissen Pools genossen.

Auf dem Rückweg habe ich dann eine etwa fünf Kilometer Wanderung durch das Yukon Wildlife Preserve gemacht. Einen schöne Anlage, aber kein Vergleich mit dem Wildtierzoo von Kamloops, wo es viel mehr Tiere hat und diese besser beobachtet werden konnten.

Am Schluss bin ich dann doch zufrieden mit dem heutigen Tag.

 

PS. Heute habe ich beschlossen, so schnell wie möglich nach Süden zu fahren, in der Hoffnung, dort, in Kalifornien, schönes und warmes Wetter zu finden… 

Montag, 3. September 2018

Mit meinem Mietauto habe ich heute bei schönem Wetter Whitehorse und Umgebung erkundet. Zuerst Miles Canyon, dann die Fish-Ladder, eine Art Leiter-Kanal, welcher die Sperre des Kraftwerkes umgeht. Eine tolle Anlage, mit einer riesigen Ratte, welche aber dort nicht willkommen war. Der Conservation-Officer musste diese zum See hinaufbringen. Leider habe ich dort keinen einzigen Fisch zu Gesicht bekommen.

Danach habe ich bei der Visitors Information parkiert und habe das alte WPYR-Depot, den Bahnhof der White Pass and Yukon Railway, heute nicht mehr in Betreib, besucht.

Weiter ging‘s zum Macbride Museum of Yukon History, welches sehr schöne Ausstellungen zu den Themen Klondike Goldrausch, der Geschichte der Eisenbahn über den White Pass, die Geschichte von Whitehorse und vielem mehr hatte.

Den Rest des Nachmittages habe ich mit Wäsche waschen und Weiterem verbracht. 

Dienstag, 4. September 2018

Da gestern Labour Day war, konnte ich erst heute Morgen einen Termin für die Reparatur meines Autos vereinbaren. Mittwoch um 8 Uhr. So musste ich den Mietwagen einen Tag verlängern und auch den Campground eine Tag mehr buchen.

Dann beschloss ich, diesen Tag zu nutzen, um den letzten, nicht geplanten Teil des Alaska Highway von Whitehorse nach Haines Junction noch zu fahren. Ich hoffte, dort auch noch Tiere zu sehen. Tiere habe ich zwar keine gesehen, aber die Fahrt nach Haines Junction gefiel mir gut.

Dann habe ich dort noch eine Bäckerei gefunden, bei welcher ich ein ausnahmsweise sehr gutes Brot kaufen konnte.

Die Rückfahrt über den alten Alaska Highway zwischen den Miles 829 bis 834 verlief ohne Nennenswertes. 

Mittwoch, 5. September 2018

Um acht Uhr bin ich heute Morgen bei der Garage gewesen und habe mein Auto in die Reparatur gegeben. Dann wurde ich mit dem Shuttel-Service zurück zum Hi-Country RV-Park gebracht, wo mein Mietauto wartete. Mit diesem habe ich noch eine Fahrt in und um Whitehorse gemacht und es dann zurückgebracht.

Zu Fuss bin ich hinunter zur Canadian Tire, der Garage gewandert. Ab etwa elf Uhr habe ich dort auf das Auto gewartet. Erst etwa um ein Uhr konnte ich die Reparatur bezahlen und das Auto übernehmen. Dann ging’s los gegen Osten. Eigentlich wollte ich bis Teslin fahren und dort übernachten. Da mir aber der erste Campground nicht gefiel und der Zweite, der Dawson Peaks Campground verlassen schien, beschloss ich weiter zu fahren.

Kurz nach 18.00 Uhr bin ich dann, nach 430 km Fahrt in Watson Lake auf dem Downtown RV Park eingetroffen.

Donnerstag, 6. September 2018

Heute Morgen bin ich, nach dem Tanken, bei schönstem Wetter in Watson Lake abgefahren. Doch schon nach zwanzig Kilometern, bei der Abzweigung auf den Stewart-Cassiar Highway sah ich die Wolken im Süden. Kurz darauf hat es wieder geregnet. Beim ursprünglichen Ziel, Dease Lake, habe ich kurz angehalten. Dann habe ich als Ziel Bell II eingegeben, mit der Option, in Iskut zu bleiben, wenn es dort nicht regnete. Aber auch hier grau, trüb, nass… So bin ich durchgefahren bis zur Bell II Lodge, wo dann tatsächlich wieder die Sonne schien. Die ganze Strecke heute war 496 Kilometer lang.  

Freitag, 7. September 2018

Und wieder regnet es! Heute soll’s nach Stewart gehen. Dort werde ich je nachWetter eine oder zwei Nächte bleiben. So bin ich auch heute recht zügig den Highway 37 nach Meziadin Junction und dann den 37A nach Stewart gefahren. In Stewart ist es grau und neblig. So buche ich den Bear River RV Park nur für eine Nacht und fahre dann zum Visitor Information Center. Die Dame dort bestätigt mir, dass es sich nicht lohnt zum Salmon Glacier zu fahren, da dort mit dem Nebel nichts zu sehen wäre. Auch die Bear Viewing Plattform würde sie mir nicht empfehlen, da dieses Jahr fast keine Bären zu sehen sein würden. So fahre ich dann nur durch Hyder hindurch und wende beim Fish Creek. An der Grenze zwischen Alaska (Hyder) und Kanada werde ich nur beim Wiedereinreisen in Kanada kontrolliert. 

Dann der Besuch im Stewart Museum, wo ich eine persönliche Führung geniesse und dann nach fast eine Stunde lang mehrere Videos über Stewart und die verschiedenen Gold-Rush’s geniesse. Schlussendlich hat es sich gelohnt diese Zeit verstreichen zu lassen, da als ich aus dem Museum kam, war es trocken und sogar die Sonne blinzelt zwischen den Wolken hervor.

So spaziere ich der Strasse entlang um die von den Bäumen hängenden Regenwald-Flechten zu fotografieren. Dann auf dem Boardwalk zurück zum Auto.

Den Rest den Nachmittages verbringe ich im Camper mit schreiben und dem Versuch wieder einmal etwas auf die Webseite hochzuladen.

Samstag, 8. September 2018

Auch heute Morgen zeigt das Wetter keine Besserung, so dass ich bis Terrace oder weiter fahren werde. So bin ich am Bear Glacier vorbei bis Mezidain Junction gefahren, wo wieder einmal ein Schwarzbär meinen Weg gekreuzt hat. Dann ging’s zügig bis hinunter nach Gitanyow, wo ich kurz die Totem Poles anschauen ging und dann weiterfuhr bis hinunter nach Terrace. Dort war heute Farmers Market und Terrace soll ein attraktives Heritage-Museum haben. Der Farmers Market fand statt und gefiel gut, aber das Museum ist seit dem 1. September geschlossen.

So bin ich dann wieder gegen Osten gefahren und in Kitwanga die alte Kirche anschauen gegangen. Auf der Weiterfahrt begegnete mir dann Schwarzbär Nr. 2. Bärenbegegnungen – auch vom Auto aus – sind immer ein spezielles Erlebnis.

Dann habe ich in Hazelton beim Ksan Indian Village einen schönen Campground gefunden. Die Besichtigung des Indian Village war dann eher enttäuschend. Das Museum ist zwar interessant, aber die Longhouses kann man nur mit einer Führung besuchen. Schade.

Sonntag, 9. September 2018

Vom Ksan Indian Village in Hazelton bin ich zurück nach New Hazelton gefahren und habe dort per Zufall den sonntags stattfindenden Farmers Market gefunden. Diese Farmers Markets sind jedes Mal eine Fundgrube für Gemüse und Früchte aus der Region. Nach dem Kauf von einem Sack Bohnen ging’s weiter in Richtung Prince George. Eigentliches Tagesziel war Fraser Lake, aber dort hatte es nicht einmal einen anständigen RV-Park. So bin ich bis Vanderhoof weitergefahren und habe dort beim zwar auch geschlossenen Museum einen Ortsplan mit dem Hinweis auf den Riverside Campground gefunden. Ein toller Campground mit Strom und Wasser. Beim Planen der weiteren Etappen, habe ich in Prince George und in Barkerville für den Dienstag/Mittwoch Schnee und Temperaturen im Minusbereich gefunden. So habe ich mich entschlossen, sofort vor dem Winter nach Süden zu fliehen. 

Montag, 10. September 2018

Auf der Flucht vor dem Winter bin ich also heute über Prince George, mit einem Zwischenhalt beim Railway Museum, welches leider geschlossen war, weiter nach Süden gefahren. Da das Wetter unterwegs besser wurde, habe ich bei der Abzweigung nach Barkerville nochmals geschaut, ob ich diesen Ort nicht doch besuchen sollte. Aufgrund Wetterprognosen und der Distanz von über 80 km – ein Weg – haben dann den Ausschlag gegeben, dass ich es ausgelassen habe.

So bin ich über Williams Lake, wo wieder einmal schönes Wetter war, weitergefahren bis Clinton. Trotzdem war es angenehm warm. Nach einem Dorfrundgang habe ich mir im Park-Restaurant ein feines Nachtessen gegönnt. Michael macht die besten Spare-Ribs weit und breit. 

Dienstag, 11. September 2018

Heute Morgen war das erste Mal seit langem blauer Himmel, Sonnenschein und eine Temperatur von etwa 15 Grad. So bin ich dann von Clinton zuerst bis Ashcroft gefahren, wo ich ein tolles Museum besucht habe. Dann weiter bis Lytton, wo ich wieder einmal ein Bild von Fraser-River und Thompson-River mit den zwei verschiedenen Farben geschossen habe. Beim Hells Gate bin ich auch noch einmal mit dem Airial-Tram hinuntergefahren, um zu sehen, wie viel Wasser der Fraser dieses Mal führt. Ein eindrücklicher Unterschied zwischen Mai mit 196 ft (ca. 60 m) und jetzt mit 106 ft (ca. 30 m).

Beim Gold Panning-Trog habe ich dann sogar zwei kleine Goldflitter gefunden und von Hand herausgefischt. Danach ging’s ohne weitere Zwischenhalt weiter bis Harrison Hot Springs. Leider ist das Harrison Hot Springs Resort mit den Aussenpools nur für Hotelgäste oder für Spa-Gäste reserviert und die Spa war für heute Abend ausgebucht. So habe ich eben mit dem Public Pool, einer Indoor-Anlage Vorlieb nehmen müssen. War trotzdem sehr entspannend.

Mittwoch, 12. September 2018

Da auch heute Morgen das Wetter zwar bedeckt, aber trocken ist, habe ich gemütlich zusammengeräumt und bin dann Richtung Mission und Abbotsford abgefahren. Beim Grenzübergang Sumas bin ich von einem freundlichen Beamten zwar ausführlich ausgefragt, aber dann ohne Problem in die USA eingereist. Am Nachmittag bin ich in Issaquah einem „Vorort“ von Seattle eingetroffen und habe mich beim Issaquah Village Campground and RV Park eingerichtet. Den Rest des Nachmittages habe ich hier verbracht und die freie Zeit genossen.

Donnerstag, 13. September 2018

Heute ist Downtown Seattle auf dem Programm. Mit dem Expressbus bin ich – als Senior – für einen Dollar die etwa 30 Kilometer nach Seattle gefahren und bin wirklich in Downtown gelandet. Der erste Besuch hier galt der Space Needle, dem rund 150 Meter hohen Aussichtsturm. Von dort oben hat man einen schönen Überblick über die Stadt. Danach habe ich das daneben liegende Chihuly Garden and Glass besucht. Eine wunderbare Ausstellung von Glaskunstarbeiten im Gebäude und im daneben liegenden sehr schön angelegten Garten. Von dort bin ich dann hinunter zum Meer gewandert und habe dort ein paar Fotos von der Stadt, der Space Needle und dann sogar von einem vorbeifahrenden Tankzug machen können.

Das Bill und Melinda Gates Discovery Center in der Stadt hat mich beeindruckt. Die Stiftung scheint in sehr vielen Projekten engagiert zu sein. 

Die Suche nach dem 554-er Bus verlief, dank der Information des Busfahrers bei der Hinfahrt, ohne Probleme. Und so bin ich am Nachmittag wieder in Issaquah eingetroffen und hatte noch genügend Zeit wieder einmal (praktisch wöchentlich) meine Wäsche zu erledigen.

Freitag, 14. September 2018

Nach dem alltäglichen Abwaschen und Aufräumen fuhr ich heute nach Olympia, in der Absicht, auch diese Stadt noch ein wenig anzuschauen. Leider gibt es in der Stadtnähe keine Campground und so bin ich zum Olympia Campground in Stadtteil Tumwater, etwa zwölf Kilometer von Downtown Olympia entfernt gefahren. Nach dem Einrichten, habe ich mir auch heute einen freien Nachmittag gegönnt. Den vorgesehenen Besuch des Olympic Flight Museum habe ich auf morgen vor der Abfahrt verschoben.

Samstag, 15. September 2018

Heute Morgen wurde ausgeschlafen und dann gemütlich gefrühstückt. Nach dem Besuch des Olympic Flight Museum bin ich dann über Aberdeen nach Westport gefahren. Im American Sunset RV and Tent Resort eingecheckt. Danach zum Marine Museum spaziert und dieses besichtigt. Eindruck gemacht hat das „Licht“ vom Destruction Island Lighthous, welches dort ausgestellt ist. Eine zuerst mit Oel und dann mit Kerosen betriebene Leuchte.

Weiter gings zum Aussichtsturm, von welchem aus die gesamte Gegend überblickt werden kann. Zum Abschluss habe ich das gleiche Restaurant wie im Mai besucht und habe dieses Mal einen Halibut Fish and Chips mit einem Glas Wein genossen. 

Beim Zurückgehen zum RV Park habe ich noch drei Rehe gesehen.

Sonntag, 16. September 2018

Einen ganzen Tag Zeit für die 16 Kilometer nach Grayland. Da ich nicht vor etwa 16 Uhr dort sein will, bin ich nach dem obligaten Aufräumen und Abwaschen zuerst zum Strand gefahren und habe dort eine Wanderung entlang dem Ufer gemacht. Eine ganz besonders schöne Erfahrung bei diesem tollen Wetter. Im Ganzen sei ich rund acht Kilometer gelaufen, gemäss meinem Handy…

Kurz nach Mittag bin ich dann zum Grays Harbor Lighthouse gefahren und habe dort gegen eine kleine Gebühr in dem Leuchtturm bis zum Licht hinaufsteigen dürfen. Die 135 Treppenstufen haben sich mehr als gelohnt. Oben eine interessante Anlage aus dem letzten Jahrhundert und daneben das heutige Licht. Und dann die Aussicht, die war phänomenal.

Danach habe ich noch die Siedlung Westport by the Sea und dort den Strand besucht.

Kurz nach sechzehn Uhr war ich dann im Kenanna RV Park, wo ich schon erwartet wurde.

Montag, 17. September 2018

Nach dem Morgenessen konnte ich mein Auto zu Ewald in den Service bringen. Oelwechsel sowie Kontrolle der Pneus und der Bremsen. Bei den zwei inneren Pneus hinten stellten wir fest, dass diese total abgefahren waren. Diese mussten also ersetzt werden.

Während diese Arbeiten erledigt wurden, bin ich zuerst südwärts zur Warrenton Cannery Road gewandert, dann an den Strand und dann nordwärts bis nach Grayland zur Cranberry Beach Road. Dort gab’s dann zur Belohnung einen feinen Burger und ein Glas Wein und dann ging‘s zurück zum RV Park. Die gesamte gelaufene Strecke betrug heute 17 Kilometer.

Müde aber total zufrieden bin ich dann das Auto übernehmen gegangen und habe mich im RV Park wieder eingerichtet.

Dienstag, 18. September 2018

Heute will ich bis etwa Astoria in Oregon fahren. Eine nicht zu grosse Strecke, so dass ich mir unterwegs Zeit nehmen kann, einige Dinge anzuschauen. Nur habe ich dann beim aus dem Platz fahren, den metallenen Feuerring übersehen und habe diesen überfahren. Das wäre an und für sich nicht so schlimm gewesen, ausser dass dieser verschoben wurde, war daran kein Schaden zu sehen.

Aber an meinem Auto hat es die Einstiegstreppe verschoben und ein Blech am Hinterrad so gekrümmt, dass dieses das Rad touchierte.

So bin ich wieder zu Ewald gefahren und habe diesen gerade noch getroffen, bevor dieser seinen Angestellten zum Flughaben gefahren hat.

Also musste ich wieder warten. Zuerst einen Spaziergang von etwa einer Stunden, dann bin ich zurück zum Auto und habe mich dort beschäftigt, bis der Ewald dann retour kam.

Das verbogene Blech wurde angeschraubt und etwas begradigt. Die Treppe lassen wir sein und den kleinen Riss im Boden eines kleinen Faches für Material werde ich mit Bauschaum ausschäumen. So war dann diese Reparatur kurz vor 16 Uhr auch erledigt und ich bin sofort abgefahren, um doch noch etwas gegen Süden zu kommen. Angehalten habe ich erst bei Sunset Beach, wo ich einen netten kleineren Campground gefunden habe.

Mittwoch, 19. September 2018

In Sunset Beach herrschte heute Morgen eitel Sonnenschein. So bin ich wieder weiter nach Süden gefahren. Den ersten Zwischenhalt habe ich bei einem View Point kurz nach Cannon Beach eingelegt. Eine wunderschöne Aussicht auf Cannon Beach und das dahinter liegende Tillamook Rock Lighthouse. Auf Empfehlung eines anderen Reisenden bin ich dann zurück an den Strand von Cannon Beach gefahren und habe dort noch eine paar schöne Fotos schiessen können.

Danach fuhr ich weiter über Tillamook, Lincoln City und verschiedenen Beaches, wo der Himmel bedeckt war, bis ich wieder an die Sonne kam. Beim heutigen Tagesziel Florence schien dann wieder die Sonne von einem leicht mit Wolken verzierten Himmel.

Mittwoch, 19. September 2018 – zum zweiten

Heute Morgen herrschte eitel Sonnenschein und die Temperatur war sehr angenehm. Auf der 101 fuhr ich also weiter nach Süden und machte kurz nach Cannon Beach auf einem Aussichtspunkt meine ersten Zwischenhalt. Eine wunderbare Aussicht auf Strand und Ort und auf das Tillamook Rock Lighthouse. Auf Empfehlung eines anderen Reisenden bin ich dann zurück in den Ort gefahren und habe dort den Strand und die schöne Gegend noch ein wenig genossen und natürlich auch ein paar Fotos geschossen.

Danach ging es ich weiter nach Tillamook, wo ich unter eine Wolkendecke fuhr, so dass ich mich entschieden habe weiterzufahren, bis ich wieder an die Sonne käme. Das eigentliche Tagesziel Florence erfüllte dann diese Bedingung, mit Sonnenschein und einem anständigen Stadtcampground.

Donnerstag, 20. September 2018

Ein sonniger Tag begann. Von Florence aus führte mich der Weg zum Umpqua River Lighthouse. Das dortige Museum über die Geschichte des Leuchtturmes und über die Oregon Coast-Guard war eindrücklich. Danach ging’s weiter bis nach Sixes, wo ich zum Cape Blanco Lighthouse hinausfuhr. Auf dem Weg habe ich einen Wegweiser zum Hughes House, einem Farmhaus aus dem Jahr 1898 gesehen. Nach dem Besuch des Leuchtturmes bin ich also das Hughes House ansehen gegangen und war total überrascht, wie schön und modern dieses Haus für die damalige Zeit eingerichtet war. Es hatte fliessendes Wasser und im EG war sogar eine Badewanne installiert – original aus dem Jahre 1898. Auch die Zimmer waren zwar nicht sehr gross, aber sehr geschmackvoll eingerichtet. Sogar eine eigene Hauskappelle war vorhanden.

Dann ging es weiter zum heute geplanten Etappenziel Port Orford. Dort gefiel mir aber der Campground nicht, welcher wieder einmal mehrere Meilen vom Ort weg war und so fuhr ich weiter bis Gold Beach, wo ich auf dem Oceanside RV Park, am Dorfrand einen tollen Platz am Meer fand.

Der Abendspaziergang, auf welchem ich noch einen Seehund sah und der Sonnenuntergang – schon fast kitschig – waren toll.

Freitag, 21. September 2018

Heute bin ich vor dem Morgenessen und sogar vor dem Sonnenaufgang bereits auf dem Weg zum Meer gewesen. Ein Einheimischer hat mir erzählt, dass man am frühen Morgen am ehesten Wale sehen könne. Ich habe zwar keine Wale, aber dafür Seehunde und ein Schar Seevögel beobachten und fotografieren können. Nach dem Frühstück ging ich nochmals hinunter ans Meer und konnte auch wieder die Seehunde beobachten, die dort in den Wellen spielten.

Dann ging es wieder weiter nach Süden. An der Grenze zu Kalifornien, welche durch eine Art Zollhaus markiert war, wurde jedes Fahrzeug angehalten und ich wurde gefragt, ob ich Früchte mit mir führe. Eine Pfirsich, war meine Antwort und der Beamte winkt freundlich zum Weiterfahren. 

In Eureka habe ich dann wieder einen Stadtcampground in Strandnähe gefunden. 

Samstag, 22. September 2018

Die heutige Strecke führt über den Redwood Highway, immer noch die 101 durch riesige Waldgebiete mit den Redwoods. Eindrücklich hohe und „umfangreiche“ Bäume säumen hier den Rand der Strasse. Unterwegs habe ich noch einen Abstecher über die Avenue of the Giants gemacht. Eine etwas enge Strasse, welche mich noch näher an die Riesenbäume geführt hat. Einen Zwischenhalt habe ich auch bei dem Ort gemacht wo bis 1964 bis zur grossen Flut das Dorf Dyerville gestanden hat. Gemäss den Tafeln ist dieses damals den Eel River hinuntergegangen. Heute besteht davon nichts mehr…

Dann ging‘s weiter bis zur Abzweigung auf die California 1 die „Küstenstrasse“ dem Pazifik entlang. Zuerst führt diese über einen Gebirgszug mit engen Kurven, fast wie in Südfrankreich.

Auch hier folgt die Küstenstrasse nicht einfach der Küste, einmal führt sie dem Meer entlang, dann wieder einige Kilometer im Landesinnern. So bin ich dann kurz vor Mendocino wieder einmal zu einem Leuchtturm hinaus gefahren, zum Point Cabrillo Lighthouse. Einen Kurzbesuch im Museum mit einem Schwatz mit der Kassierin und dann ein paar Fotos vom Leuchtturm. Dann habe ich auf einem Felsen im Meer einen weiteren Seehund beobachten und fotografieren können.

Der Etappenort Mendocino entpuppte sich als kleines, schönes Ferien- und Künstlerdorf. Der Ort hat aber keine Plätze für Camper und so musste ich zum Van Damme Visitor Center hinaus fahren und dort einen teuren Platz nehmen.  

Sonntag, 23. September 2018

Heute Morgen war wieder einmal recht kalt und da der Platz keine Strom hatte, musste ich mit Gas heizen. Nach dem Frühstück bin ich dann nach Mendocino zurückgefahren um den Ort noch anzusehen. Schöne Ferienhäuser, einen tollen Strand und sonst alles, was ein Ferienort haben muss – Souvenirläden, Schmuck und Accessoires…

Nach einem kurzen Rundgang durch das Dorf bin ich noch eine Weile dem Strand entlang spaziert. Der Weg führt auf der Höhe der Steilküste entlang. Unterwegs habe ich auch einer Künstlerin beim Malen der Landschaft zuschauen können. 

Auch hier keine Wale, dafür wieder einmal einen Seehund.

Kurz nach Mittag bin ich dann in Manchester auf dem KOA Campground eingetroffen und habe dort einen Platz für zwei Nächte gebucht.

Am Nachmittag habe ich wieder einmal Zöpfli und Brötli gebacken und meine „Memoiren“ nachgeführt.

Montag, 24. September 2018

Heute ist Pausentag. Ausser einem Spaziergang an den Strand, welcher etwa eineinhalb Kilometer vom Park weg ist, habe ich heute nichts unternommen. Auf dem Spaziergang habe ich ein Eichörnchen, zwei Rehe und auf dem Rückweg vier Königsadler beobachten können. Meine „wilden Tiere“ heute. 

Dienstag, 25. September 2018

Bei schönstem Wetter fuhr ich heute von Manchester weg. Die Fahrt ging nach Süden zum Point Arena Light House. Auf dem Weg dorthin fuhr ich plötzlich in dichten Nebel, welcher vom Pazifik herkam. So besuchte ich nur das Museum und verzichtete auf die Turmbesteigung. Dann ging’s über Bonnsville und Cloverdale nach Calistoga. Dort besuchte ich den Old Faithful Geyser of California. Ein eindrückliches Schauspiel von Wasser speien und dann wieder Pause machen. Dann fuhr ich auf den Campground, wo ich von einer netten jungen Dame empfangen wurde. Als kleine Aufmerksamkeit gab es eine Süssigkeit, mit der Bemerkung, dass dies halt nicht Schweizer Schokolade sei, die sei viel besser.

Mittwoch, 26. September 2018

In meinem Kühlschrank habe ich Lindor Kugeln aufbewahrt. Die Bemerkung gestern Abend hat mich dazu veranlasst, der jungen Dame drei Lindorkugeln in einem kleinen Honigglas zu bringen. Die junge Frau hat sich riesig gefreut…

Auch heute Ruhetag. Am Nachmittag bin ich nach Downtown Calistoga spaziert und habe dort das Museum besucht. Dabei konnte ich mit der Museumsdame ein längeres Gespräch auf Deutsch führen. Eine im 1968 aus Deutschland eingewanderte Frau, welche seit der Pensionierung weg von der Stadt, eben nach Calistoga, umgezogen ist.

Auf den Besuch der Hot Springs in Calistoga habe ich verzichtet, verzeichnete doch das Thermometer satte 35 Grad C. In Amerika wird alles mit Fahrenheit angegeben. So betrug die Temperatur fast 100 Grad.

Donnerstag, 27. September 2018

Heute geht’s weiter nach Süden. Eigentlich habe ich geplant bis nach Concorde zu fahren und dort in einem Campground zu bleiben. Dieser wollte aber weder Bargeld, noch Kreditkarten sondern einen Money Order, eine Art Bankcheck. Da ich das nicht wollte, bin ich weitergefahren und habe dann beschlossen, die Metropolregion San Francisco hinter mir zu lassen.

So habe ich erst in San Juan Bautista, im Betabel RV Park angehalten und dort übernachtet. 

Heute führte fast die gesamte Strecke über „Freeways“ – bei uns sind das Autobahnen – leider ist dort das Anhalten nicht möglich uns so hat es heute gar keine Fotos gegeben.  

Freitag, 28. September 2018 

Auch heute habe ich eine kürzere Etappe geplant, als ich dann effektiv gefahren bin. Ziel wäre eigentlich Monterey gewesen. Leider war dort das Parkieren fast nicht möglich, oder so teuer, dass ich darauf verzichtet habe und nach einem kurzen Stadtrundgang weiter gefahren bin. Erst in Big Sur habe ich dann einen zwar teuren, aber sehr schönen Campground gefunden.

Samstag, 29. September 2018

Heute will ich in Morro Bay auf den Morro Dunes Campground fahren, ausser wenn ich unterwegs einen tollen Campground finde. So verlasse ich Big Sur und fahre den Berghängen der Küste entlang.  Die Strecke ist wunderschön und es lohnt sich ab und zu einen Halt einzulegen. Vor allem gelohnt hat es sich bei den Robben Felsen. Dort haben See-Elephanten – gemäss Google, die grössten Robben der Welt – gelagert. Ein eindrücklicher Anblick und bei den Rangeleien einzelner Männchen auch unterhaltsam zum Zuschauen. Dort habe ich auch eine Schweizer Familie getroffen, mit der ich eine Weile geplaudert habe. Dann zum nächsten Halt, wo die „Oystercatcher“ oder Austernfischer einen Felsen in Beschlag genommen haben. Schlussendlich bin ich in Morro Bay gelandet und mir gefällt die Lage des Campgrounds bestens. Nur durch die Embarcadero Strasse und einigen Sanddünen vom Strand getrennt. Hier werde ich bis Dienstag oder Mittwoch bleiben.

Bis San Luis Obispo sind es noch etwa 25 Kilometer. Dort werde ich mein Chalet überwintern. Am 10. Oktober will ich das Auto dort abstellen und dann mit einem Mietwagen nach San Francisco fahren. Am 16. Oktober ist der Flug nach Hause gebucht…

Sonntag, 30. September 2018

Nach einem späten Frühstück bin ich heute an den Strand gegangen und habe dort wiederum ein paar schöne Muscheln und Sanddollars gefunden. Danach ging’s weiter zur Strasse, welche zum Morro Rock hinaus führt. Dort habe ich sehr nahe am Strand eine ganze Kolonie von Ottern beobachten und fotografieren können. Ein tolles Leben, auf dem Rücken im Meer schwimmen und sich putzen, einen ganzen Nachmittag lang…

Weiter führte mein Spaziergang durch die Hauptstrasse des Ortes Morro Bay. Ein sehr schönes Stranddorf mit vielen Läden und Restaurants. 

Von einer Aussichtsplattform aus habe ich dann sogar noch Robben auf einem etwas weiter entfernten „Felsen“ fotografieren können – Zoom sei Dank!

Etwas später bin ich dann zu meinem Chalet zurückspaziert und habe den Abend dort genossen.

Montag/Dienstag 1. + 2. Oktober 2018

Diese zwei Tage habe ich den Morro Dunes RV Park, den Strand und den Ort Morro Bay genossen. Neben ausgedehnten Spaziergängen, bei denen ich mehrere sehr schöne Häuschen und Villen gesehen habe, teilweise sogar mit Meersicht, dann auch wieder viele Tiere, die Otter und die Robben, eine Art Squirrels, dann verschiedene Strand- und Greifvögel, habe ich die Zeit „ohne zu fahren“ genossen. Am Dienstag haben die Wetterprognosen Regen angesagt. So hatte ich geplant, das Chalet zu putzen und Brötchen zu backen. Da auch heute das Wetter sehr schön – sogar schöner als Montag war, da hatte es teilweise dichten Nebel – habe ich auf das Putzen verzichtet und bin wieder spaziert. Am Nachmittag war dann Backzeit. Und sie sind wieder sehr fein geworden ;-)

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Heute muss ich Morro Bay verlassen. Nicht weil ich etwas angestellt hätte, sondern einfach, weil der Park keinen Platz mehr zur Verfügung hat. So bin ich über San Luis Obispo nach Avila Beach zum Avila/Pismo Beach KOA gefahren und habe dort nach einem Platz gefragt. Das klappte. Danach bin ich nach Pismo Beach zu einem „letzten“ Einkauf – ein paar Kleinigkeiten und Wichtiges wie „Swiffer feucht“ gefahren.

Auf der Rückfahrt habe ich eine kleine Ortsrundfahrt gemacht und habe in der Nähe des Strandes einen State Park gesehen, bei welchem ich dann die letzten vier Campingnächte gebucht habe. 

Dann ging‘s zurück auf den KOA Campground, wo ich dank des Regens Zeit hatte meine „Memoiren“ nachzuführen. 

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Nach einem wie gewohnt ausgiebigen Frühstück, habe ich angefangen, den Camper zu putzen. Zuerst staubsaugen, dann mit Swiffer feucht in allen Ecken putzen. Am Nachmittag habe ich zuerst die Avila Hot Springs rekognosziert, bevor ich dann meine Badesachen holen ging und dann dass heisse – etwa 40° C heisse und abwechselnd das kühlere etwas über 30 ° warme Wasser geniessen ging. 

Den Rest des Tages habe ich dann einfach für mich genossen.

Freitag, 5. Oktober 2018

Den heutigen Morgen habe ich einfach genossen. Ein paar Einträge in meinen Memoiren – dem schwarzen Buch, das mir meine Kinder geschenkt haben, für meine Reiseaufzeichnungen – geschrieben. 

Nach dem Mittag bin ich bei sehr schönem und warmem Wetter zu einem Rundgang aufgebrochen. Zuerst zum Bike Trail, wo mich als erster Schreck eine „Rattlesnake“-Warnung empfing. Trotzdem habe ich den Bike Trail gelaufen, bis zu den San Luis Bay Estates, einem Quartier mit dem Woodstone Marketplace, einem schönen Laden für Alles, dem Avila Village Inn und weiteren Wohn- und Geschäftshäusern. 

Auf dem Rückweg zum Campground bin ich zur Avila Valley Barn gekommen. Eine Farm mit eigenem Markt, etwas kleiner aber ebenso schön wie Granville Island in Vancouver. 

P.S. Rattlesnakes habe ich glücklicherweise keine gesehen…

Samstag, 6. Oktober 2018

Heute wechsle ich nochmals den Campground. Vom Avila/Pismo Beach KOA geht’s auf den Coastal Dunes CG in Oceano, viel näher am Strand. So bin ich heute Morgen zuerst zur Castillo Road 320 gefahren, um zu sehen, wohin ich am Mittwoch mein Chalet bringen werde und dann nach Port San Luis und Avila Beach. Ein schöner Ort mit einem wunderschönen Strand. Nach einem längeren Strandspaziergang ging’s dann auf den CG in Oceano, wo ich den Abend wieder richtig genossen habe.

Sonntag, 7. bis Dienstag 9. Oktober 2018

An den ersten Beiden, habe ich lange Strandwanderungen unternommen. Am Montagvormittag habe ich mich dann überwunden und einmal die Schuhe und Socken ausgezogen und bin Barfuss über den feinen Sand am Strand und teilweise durchs Wasser gelaufen. Sehr angenehm, aber das Wasser des Pazifiks ist kalt. Die übrige Zeit habe ich mit Schreiben und Geniessen verbracht.

Am Dienstag begann dann die Packerei und nochmals das Putzen und Waschen des Autos. Heute wurde mir so richtig bewusst, dass ich mein Chalet morgen in San Luis Obispo deponieren werde.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Heute ist es so weit. Nachdem fertig gepackt und geputzt war, entschloss ich mich, zuerst zur Autovermietung zu fahren und dort mein Gepäck im Auto zu deponieren. Dann ging‘s zur Castillo Road 320, wo ich mein Auto hinstellen und den Schlüssel abgeben konnte. Ein Taxi bestellen und zurückfahren – war der Plan… Kein Taxi verfügbar. So bin ich halt die etwas über 12 Kilometer zur Autovermietung zurückgelaufen. Dann Auto nehmen und die kurze Strecke bis Morro Bay fahren. Trotz langer Wanderung bin ich noch an den Strand gefahren und habe dort nochmals den Ottern und den Seevögeln zugeschaut. Dann fuhr ich zurück zum Hotel, wo es einen kleinen improvisierten z’Nacht gab.

Donnerstag – Freitag, 11. – 12. Oktober 2018

Nach der ersten Nacht im Hotel, bin ich über den Highway 1 der Pazifikküste entlanggefahren. Der Dienstag hat grau angefangen und wie weiter nach Norden ich gekommen bin, wie besser ist das Wetter geworden. Der Besuch bei den Elephant Seals brauchte einige Zeit. Es war interessant den dortigen „Teenagern“ zuzuschauen. Die Männchen übten sich im Kampf, die jungen Weibchen ruhten sich aus. Eine Lady erklärte mir, dass die Grossen erst im Dezember hierherkommen würden. 

Dann ging es mit einigen Zwischenhalten hinauf nach Monterey. Dieses liegt an einer sehr schönen Bucht. In Pacific Grove, einem Nachbarort habe ich auch die Harbour Seals noch beobachten und fotografieren können. Dann genoss ich die Fahrt dem Meer entlang bis hinaus zum Point Pinos Lighthouse, wo es wieder einen Strandspaziergang gab. 

Am Abend bin ich heute im Monterey Cookhouse einen feinen Burger essen gegangen.

Heute Freitag bin ich dann von Monterey mit ein paar Zwischenhalten nach Santa Cruz gefahren. Auch hier habe ich das Hotel auf Anhieb gefunden. Da der Zimmerbezug noch nicht möglich war, wanderte ich wieder zur Beach hinunter. Eine etwas Andere.

Hier steht am Strand ein Vergnügungspark mit vielen Bahnen und mit Spielsalons und einem Casino. Eine andere Welt.

Heute Abend bin ich im Ristorante Italiano eine feine „amerikanische“ Spaghetti carbonara essen gegangen. Amerikanisch deshalb weil Schinken und Champignons etwa gleich viel auf dem Teller war, wie Spaghetti. War trotzdem sehr fein…

Samstag, 13. Oktober 2018

Von Santa Cruz fahre ich heute meine letzte Etappe nach San Francisco. Zuerst geht’s aber nur eine kurze Strecke, bis zum Seymour Marine Discovery Center. Dort, am Strand, verbringe ich fast eine Stunde mit dem Beobachten der Brandung und der Seevögel. Danach fahre ich weiter mit einigen Strandzwischenhalten bis zur Pigeon Point Light Station, einem eindrücklich hohen Leuchtturm auf einer Felsenklippe. Auf den Aussichtsplattformen über den Klippen können die vorbeiziehenden Vögel, die zwei Harbour Seals und auch – leider sehr weit entfernt – die Wale beobachtet werden. Von den Walen hat man lediglich die Wasserfontänen der Atmung gesehen. 

Danach ging es weiter der Pazifikküste entlang, auch hier wieder mit Zwischenhalten am Strand, bis hinauf nach San Francisco. Dort habe ich mich glücklicherweise recht gut zurechtgefunden und das Hotel ohne grössere Umwege angefahren.

Nach dem Zimmerbezug im Civic Center Motor Inn hatte ich noch genügend Zeit, um einen ersten Rundgang in die Downtown zu machen. Dort fiel mir zuerst die City Hall auf, diese sieht fast so aus wie das Washington State Capitol in Olympia. Dann habe ich mir etwas zu essen gesucht und wurde in der Mission Street bei Mel’s fündig. Zuletzt ging es zurück ins Hotel, wo ich noch einen Moment geschrieben und dann den restlichen Abend genossen habe.

Sonntag, 14. Oktober 2018

Heute besuche ich die Stadt. Zuerst marschiere ich durch die 9th Street zur Market Street, der zentralen Strasse von San Francisco. Und ich habe Glück. Auf dem grossen Platz vor der City Hall wird heute der Farmers Market abgehalten. Eine Fülle an Früchten, Gemüsen und Pilzen wie ich sie noch nie gesehen habe. Jetzt bereue ich, die nächste Woche nach Hause zu fliegen. Hier einzukaufen muss wunderbar sein. Dann reisse ich mich von dieser Fülle und den Farben los und gehe zu dem Wendeplatz des Cable Car. Mit diesem fahre ich dann, nach dem Schlange stehen von fast einer Stunde, zum Fishermans Wharf. Dort besuche ich die Museumsschiffe Eureka, ein Fracht- und Passagierdampfer, die CA Thayer, ein Segelschiff-Dreimaster und die Hercules, ein Schlepper. Danach wandere ich in Richtung Golden Gate Bridge, aber nur sehr kurz, um dann mit dem Bus wieder in die Stadt zurückzufahren. Nach einigem Suchen habe ich dann auch ein angenehmes Restaurant gefunden, wo ich früh das Nachtessen genossen habe. Dann ging’s zurück zum Hotel. 

Montag, 15. Oktober 2018

Auch heute ging’s nach dem Frühstück zur Market Street. Dort habe ich dann die U-Bahn genommen und bin bis Embarcadero gefahren. Von dort aus über eine Strasse und dann war ich schon im Port of San Francisco. Eine Anlage mit Hafengebäuden, Läden und Restaurants. Dort bin ich per Zufall an die Personen-Fähren nach Sausalito, Larkspur und Tiburon gelaufen. Da die Fähre nach Sausalito mir am besten erschien, kaufte ich ein Retourticket und genoss etwa eine halbe Stunde später die Überfahrt. Von der Fähre aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Bay-Bridge, dann auf Downtown San Francisco und später auf die Golden Gate Bridge. Auch gab es mir die Gelegenheit, die Gefängnisinsel Alcatraz von der anderen Seite her zu fotografieren. Kurz vor der Ankunft im Hafen haben wir noch eine Flosse eines grösseren Fisches gesehen. Ich glaube, dass es nicht wiie viele Leute meinten ein Orca war sondern ein  white-sided Dolphin. Nach 30 Minuten Fahrt sind wir in Sausalito gelandet, wo ich der Strasse dem Meer entlang südwärts folgte und dabei auf sehr schöne Läden und auf ein tolles Restaurant, wo es ein sehr feines Fish and Chips Mittagessen gab. Danach ging es wieder mit der Fähre retour. In San Francisco bin ich den Piers nach spaziert bis zum Fishermans Wharf und habe das herrliche Wetter genossen. 

Um noch einmal in den Genuss des Cable Car fahrens zu gelangen habe ich auch heute fast eine Stunde angestanden. Dann genoss ich, leider schon wieder ohne sehr viel Aussicht die Fahrt über die Hügel in die Innenstadt.  

Im Hotel war dann Packen und Räumen für Morgen angesagt.

Dienstag – Mittwoch, 16.-17. Oktober 2018

Nun soll’s also „back home“ gehen. Der Kopf war bereit für den Heimflug, das Herz ist in San Francisco geblieben. Nach dem Morgenessen fertig packen und dann, kurz vor Mittag, die Fahrt mit dem Mietauto zum Flughafen. Trotzdem ich das Auto nicht wie vorgesehen vollgetankt habe, verlief die Abgabe sehr gut. Der Mann, der das Auto zurücknahm, kontrollierte den Zählerstand und verlangte dann einen minimen Betrag für das Volltanken. Sehr grosszügig. Dann fuhr ich mit der Flughafenbahn zu den Internationalen Abflügen und dort fing die grosse Warterei an. Am späteren Nachmittag konnte ich mein Gepäck einchecken und wieder eine kleine Wartezeit. Pünktlich um kurz vor 8 Uhr abends startete dann die Swiss Maschine in Richtung Osten. Nach fast elf Stunden recht ruhigem Flug landete sie dann um etwa 4 Uhr in Zürich. Mit der Flughafenbahn vom E-Terminal zu der Gepäckausgabe und den Ausgängen ist sehr gut gegangen. Als ich mein Empfangskomitee sah, habe ich mich dann doch gefreut wieder hier zu sein. Drei meiner vier Kinder sind gekommen, um mich in Empfang zu nehmen. Das war sehr schön.